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Mobile Klassenzimmer für Klotzsche

Mobile Klassenzimmer für Klotzsche

Quadratisch, praktisch, gut? Im Amtsdeutsch heißen sie "mobile Raumeinheit", für Otto Normalverbraucher sind sie schlicht und ergreifend "Container" und Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) favorisierte einst gegenüber DNN die Bezeichnung "Pavillon".

So oder so: Heute Vormittag bekommt das Gymnasium Klotzsche an der Karl-Marx-Straße die Fertigteil-Klassenzimmer angeliefert. Lehmann selbst will zuschauen, wie die Container per Kran auf die Bodenplatten gesetzt werden.

Grund für die wieder abbaubaren Zimmer ist der enorme Platzmangel an der Schule. Das Gymnasium Klotzsche soll künftig jeweils fünf Parallelklassen aufnehmen. So steht es im Entwurf des Schulnetzplans, der noch vor der Sommerpause vom Stadtrat verabschiedet werden soll. Doch selbst wenn die marode Außenstelle "Zur Wetterwarte" weiter mitgenutzt würde, fehlt es an Unterrichtsräumen und Fachkabinetten.

Der dreigeschossige Container soll zwölf allgemeine Unterrichtsräume, dazu Fachräume für Physik, Biologie, Chemie und Informatik, außerdem Kunst- und Musikzimmer beherbergen. Aufgestellt werden sie gegenüber dem Schulgrundstück. Die Flächen gehören der Stadt. Einziehen sollen die Schüler bereits zu Beginn des neuen Schuljahres im August.

Nach den Plänen der Stadtverwaltung sollen die mobilen Raumeinheiten zunächst sieben Jahre stehen. Eine Verlängerung des Vertrags nach Ablauf der Mindestmietzeit sei möglich, heißt es in der Vorlage. Im Klartext: Die Container könnten eine Dauerlösung werden. So ganz billig sind sie auch nicht zu haben: Die Kosten für die Errichtung beziffert die Stadt auf 730 000 Euro, den Preis für den Abbau auf 213 000 Euro. Die Mietkosten für sieben Jahre liegen bei geschätzten 2,9 Millionen Euro.

Dass die fünf Kilometer vom Stammhaus entfernt gelegene Außenstelle "Zur Wetterwarte" im Sommer endlich schließt, ist ein Segen: Das Gebäude, in dem die Fünft- und Sechstklässler lernen, ist in miserablem baulichen Zustand. Es war vor 15 Jahren zeitlich befristet eingerichtet worden. "Bei dem Gebäude aus dem Jahr 1933 handelt es sich um ein ehemaliges Fliegerlazarett, das uns zu 60 Prozent im Originalzustand erhalten geblieben ist", hatte Schulleiter Frank Haubitz berichtet. In den ehemaligen langen und schmalen Krankenzimmern seien lediglich die Betten durch Tische und Stühle ersetzt worden. "Der ehemalige OP-Saal ist jetzt der Werkraum", so Haubitz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2012

Kat.

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