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Millionenförderung für Dresdner Nachwuchsforscherin

Auszeichnung des Europäischen Forschungsrats Millionenförderung für Dresdner Nachwuchsforscherin

Dr. Kristina Kvashnina möchte die chemische Grundstruktur von Elementen wie Uran oder Plutonium entschlüsseln. In den kommenden fünf Jahren hat die junge Forscherin des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) dafür jetzt 1,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung.

Dr. Kristina Kvashnina erforscht radioaktive Elemente. Der Europäische Forschungsrat unterstützt ihre Untersuchungen in den kommenden fünf Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro.

Quelle: HZDR

Dresden. Dr. Kristina Kvashnina möchte die chemische Grundstruktur von Elementen wie Uran oder Plutonium entschlüsseln. In den kommenden fünf Jahren hat die junge Forscherin des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) dafür 1,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Denn der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Kvashnina mit einem sogenannten ERC Starting Grant ausgezeichnet. Die neu gewonnenen Fördermittel möchte sie nutzen, um Elemente aus der Lanthanid- sowie Actinid-Gruppe, zu der auch Stoffe wie Uran und Plutonium zählen, genauer zu erforschen. Im Gegensatz zum Rest des Periodensystems sind fundamentale Eigenschaften dieser Stoffe noch nicht bekannt – im Hinblick auf die langfristige Lagerung radioaktiven Abfalls ist das problematisch. „Wir wissen immer noch nicht genau genug, wie sich die Actiniden, also die radioaktiven Elemente, in den möglichen Endlagern verhalten werden. Wenn wir jedoch ihre grundlegenden Strukturen kennen, können wir viel bessere Vorhersagen treffen“, erklärt Kvashnina.

Das sächsische Forschungszentrum ist eine der wenigen Einrichtungen in Europa, die mit höheren Konzentrationen an Radionukliden umgehen darf. Diese Erlaubnis benötigt die gebürtige Russin, um mit Hilfe eines gemeinsam mit Industriepartnern entwickelten Röntgenspektrometers und dessen Kristalldetektoren tiefe Einblicke in den chemischen Aufbau der Stoffe und das Verhalten der Elektronen zu gewinnen. Dazu bildet sie eine neue Forschungsgruppe für das Projekt „Towards the Bottom of the Periodic Table“, bestehend aus drei Postdocs und zwei Doktoranden. Die Gelder für die ERC-Grants werden über das EU-Rahmenprogramm „Horizon 2020“ für Forschung und Innovation bereitgestellt. Über dreitausend Anträge für die Fördermittel, von denen 406 ausgewählt wurden, waren beim Europäischen Forschungsrat eingegangen.

Von awo

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