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Kinderuni: So spannend kann Abfall sein

Bildung Kinderuni: So spannend kann Abfall sein

Während in den Müllbehältern von Veganern meistens Obst- und Gemüseschalen vor sich hin vegetieren, quellen bei Fast-Food-Junkies bergeweise Plastikreste aus dem gelben Sack. Doch ganz egal wer wie viel Abfall produziert: es ist zu viel, wie Christina Dornack ihren jungen Studenten im Hörsaalzentrum der TU zu verstehen gab.

Professorin erklärt bei der Kinderuni, was man aus Müll alles machen kann

Quelle: Sebastian Burkhardt

Dresden. Während in den Müllbehältern von Veganern meistens Obst- und Gemüseschalen verrotten, quellen bei Fast-Food-Junkies bergeweise Plastikreste aus dem gelben Sack. Doch ganz egal wer wie viel Abfall produziert: Es ist zu viel, wie Christina Dornack ihren jungen Studenten im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden (TU) zu verstehen gab. Knapp 400 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren lauschten am Dienstagabend bei der dritten Vorlesung der Kinderuni im Sommersemester den Ausführungen der Professorin.

Christina Dornack forscht und lehrt am Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der TU und verblüffte die Nachwuchsstudenten mit beängstigenden Zahlen. Jeder Deutsche produziere etwa 500 Kilogramm Abfall im Jahr, durchschnittlich 1,4 Kilogramm am Tag. „Wisst ihr eigentlich wie viel das ist?“,fragte die Professorin in die Runde. „Auf jeden Fall viel zu viel“, waren sich die Kinder einig. Auch unschöne Bilder hatte Dornack vorbereitet, etwa von riesigen Müllbergen in Afrika, Asien oder auf dem Meer.

Doch nicht alles am Müll sei schlecht, lehrte die Dozentin ihre Schüler. Richtig verwertet, seien im Abfall sogar sehr viele Schätze zu finden. Und dabei sei nicht das sogenannte Upcycling gemeint, sondern die Rohstoffe, die sich wieder aus dem Müll gewinnen lassen können. Deshalb, so erklärte Dornack den Kindern, müssen Metall, Kunststoff, Glas und Papier ordentlich getrennt und aufgearbeitet werden. Mit Grafiken und Beispielvideos, etwa dem Blick in eine Papieraufbereitungsanlage, zeigte Dornack, wie in modernen Recyclinganlagen die Rohstoffe wieder nutzbar gemacht werden.

Laut der Professorin spiele der Zeitungs- und Papiermüll eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Deshalb überlies sie es dem Nachwuchs, die Art und Weise ihres Unigeschenkes zu wählen. Dornack hatte nämlich das Kinderbuch „Nachricht aus der Tonne“ vom Bundesumweltamt dabei – einmal als gebundene Ausgabe und einmal per Code als e-Book. Trotzdem nahmen viele der Kinder eine kleine Umweltsünde in Kauf. Digitale Produkte lassen sich nun mal schlecht von der Professorin signieren.

Bei der nächsten Vorlesung der Kinderuni am 6. Juni im Hygiene-Museum erklärt der Philosoph Daniel Tyradellis, warum Museen alles andere als langweilig sind.

Von Sebastian Burkhardt

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