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Dresdner Schülerrechenzentrum bekommt Nao-Roboter

Künstlicher Franzose Dresdner Schülerrechenzentrum bekommt Nao-Roboter

Ein französischer Nao-Roboter hat sich eine neue Heimstatt in Sachsen erwählt. Ab dem 8. November 2017 wohnt der künstliche Humanoide im Schülerrechenzentrum (SRZ) Dresden. Und der erste Freund der Maschine wird ein Zwölfjähriger sein. Niclas Hallfahrt will dem menschenähnlichen Roboter eine wichtige menschliche Kulturtechnik nahelegen: „Ich möchte ihm als erstes beibringen, dass er etwas aufschreibt.“

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Die Nao-Roboter aus Frankreich sind zum De-Facto-Standardmodell für fortgeschrittene Roboter-Programmierer geworden.

Quelle: Aldebaran Robotics

Dresden. Ein französischer Nao-Roboter hat sich eine neue Heimstatt in Sachsen erwählt. Ab dem 8. November 2017 wohnt der künstliche Humanoide im Schülerrechenzentrum (SRZ) Dresden. Und der erste Freund der Maschine wird ein Zwölfjähriger sein. Niclas Hallfahrt will dem menschenähnlichen Roboter eine wichtige menschliche Kulturtechnik nahelegen: „Ich möchte ihm als erstes beibringen, dass er etwas aufschreibt.“

Hintergrund: Die Menschen übertragen den Robotern immer mehr und komplexere Aufgaben: Sie sollen kochen, Senioren im Alltag helfen, Autos zusammenschrauben, Texte schreiben und vieles mehr. Damit sie das schaffen, müssen Programmierer ihnen vorher genaue Anweisungen geben – oder eine Art „Künstliche Intelligenz“ (KI) einpflanzen, damit die Roboter mehr oder minder selbstständig entscheiden können. Um dies wiederum zu lernen, können angehende KI-Programmierer industrielle Lernplattformen wie die von Festo nutzen, für jüngere Schüler eignet sich eher der Roboter-Baukasten Lego Mindstorms, für Fortgeschrittene kommen Sonys Roboterhund Aibo oder der menschenähnlich geformte Nao von Aldebaran Robotics aus Paris in Frage. Die TU-Informatikfakultät hat nun solch einen Nao für das SRZ besorgt.

„Im Gegensatz zu den Legorobotern kann man mit einem Nao viel mehr Anwendungen programmieren und er hat eine einfache Programmierplattform“, schätzte Niclas Hallfahrt ein, der über die Arbeitsstelle seines Vaters zum SRZ gekommen war. Auch SRZ-Direktor Dr. Sven Hofmann erhofft sich viel vom neuen Roboter: „Der Nao hebt die Robotik am SRZ auf eine neue Qualitätsstufe, erfordert er doch ein höheres Maß an Innovation und Problemlösekompetenz“, betonte er. Der Nao hat viel mehr Sensoren als die Lego-Plattform, die Schüler können viel komplexere Bewegungsabläufe programmieren und die Anforderungen sind insgesamt höher.“ Außerdem ist dem Direktor bewusst, dass der Nao irgendwie niedlich ist: „Der Mädchenanteil in unseren Kursen ist ziemlich niedrig. Hoffentlich kann der Sympathieträger Nao etwas daran ändern.“

Das SRZ ist schon seit Jahrzehnten eine Talenteschmiede für die Hightech-Wirtschaft in und um Dresden. Hier lernen Schüler in ihrer Freizeit, Computer und Roboter zu programmieren, Elektronik zu löten, Spiele zu entwickeln und virtuelle 3D-Welten zu generieren. Das Zentrum entstand 1983 auf Betreiben der SED-Wirtschaftslenker und des DDR-Computerriesens Robotron, um begabte Nachwuchs-Computerexperten schon vor dem Schulabschluss zu fördern. Nach der Wende übernahm zunächst die Stadt das SRZ, inzwischen gehört es zur Informatik-Fakultät der TU Dresden.

Mehr Infos im Netz: srz.tu-dresden.de

Von Heiko Weckbrodt

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