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Dresdner Schüler holt Goldmedaille bei Matheolympiade

Ein Freund der Zahlen Dresdner Schüler holt Goldmedaille bei Matheolympiade

„Probleme zu lösen, das liegt mir“, sagt Johann Kretzschmar. Der 14-Jährige hat dabei nicht gesellschaftliche Schieflagen im Sinn, sondern Zahlen. Als einziger sächsischer Schüler ist er am Mittwoch mit einer Goldmedaille von der 56. Mathematik-Olympiade in Bremerhaven zurückgekehrt.

„Probleme zu lösen, das liegt mir“, sagt Johann Kretzschmar.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „Probleme zu lösen, das liegt mir“, sagt Johann Kretzschmar. Der 14-Jährige hat dabei nicht gesellschaftliche Schieflagen im Sinn, sondern Zahlen. Als einziger sächsischer Schüler ist er am Mittwoch mit einer Goldmedaille von der 56. Mathematik-Olympiade in Bremerhaven zurückgekehrt. Insgesamt 198 Nachwuchsmathematiker der Klassen 8 bis 12, darunter elf Jungen und drei Mädchen aus Sachsen, hatten sich in mehreren regionalen Vorrunden gegen rund 200 000 Mitschüler durchgesetzt und an der Bundesrunde teilgenommen.

In seiner Altersklasse hatte Johann in Sachen Geometrie, Gleichungen und Co. die Nase vorn. Unter Klausurbedingungen stellte er logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden am besten unter Beweis. Für seine langjährige Klassen- und Mathelehrerin Kerstin Nagel keine Überraschung. „Er arbeitet immer sehr zielstrebig, geht mit der nötigen Freude und Neugier an eine Aufgabe heran und hat schon viele Preise gewonnen. Eine Biografie der Erfolge könnte man seinen Werdegang nennen. Und das schon in der 8. Klasse, das ist etwas Besonderes für unsere Schule“, beschreibt sie.

Ohnehin bringt das mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium kluge Rechen-Köpfe hervor. „Alle Teilnehmer von unserer Schule sind unter den Preisträgern“, sagt Nagel. So sicherten sich Tobias Messer und Sebastian Meyer eine Silber-Medaille, über eine Bronzemedaille konnte sich Karl-Albrecht Heilig freuen.

Ausschließlich der Mathematik möchte Johann seine Aufmerksamkeit aber nicht schenken. Auch wenn der Reiz des Problemlösens bei ihm an erster Stelle steht, sorgt er in seiner Freizeit für den nötigen Ausgleich. Er spielt Fußball, musiziert am Heinrich-Schütz-Konservatorium mit der Klarinette und geht mit seiner Familie wandern oder auf Reisen. „Das ist mir sehr wichtig“, sagt er.

Der Achtklässler hat mit seiner Goldmedaille die Möglichkeit, an der Internationalen Mathematik-Olympiade 2018 in Rumänien teilzunehmen. Auf dem Weg dorthin muss er allerdings ein weiteres Auswahlverfahren durchlaufen. Und die Aufgaben sind dann für alle Klassenstufen gleich. „Dass das einem Acht- oder Neuntklässler gelingt, ist eher selten“, schätzt der 14-Jährige ein. Ein Problem, das es zu lösen gilt.

Von Christin Grödel

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