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Dresdner Gymnasiasten bringen Kita-Kindern bei, wie sie Abfall richtig trennen

Dresdner Gymnasiasten bringen Kita-Kindern bei, wie sie Abfall richtig trennen

Da staunen die Knirpse im Kinderhaus Tausendfuß nicht schlecht: Ihre schöne Spielwiese - übersät mit Müll. Emsig schwärmen die vierjährigen Kita-Kinder aus, um den Abfall einzusammeln.

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Alles richtig sortiert? Gymnasiastin Luise Eberlein kontrolliert, was die Kita-Kinder Philipp, Quentin, Leon und Martin (v.l.) an Müll entsorgt haben.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Uwe Hofmann

Und getrennt in die braune Tonne, den gelben Sack, in den Restmüll und den Behälter für Papier und Pappe einzusortieren. Drei Schülerinnen des Gymnasiums Dresden-Cotta halten das Treiben im Blick. Und loben die Kleinen nach getaner Arbeit, schließlich haben die Knirpse kaum etwas falsch zugeordnet.

Spielereien wie diese verbergen sich hinter dem etwas sperrigen Titel "Abfallwirtschaftliche Partnerschaft", mit dem das Dresdner Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft seine Kooperation mit dem Gymnasium Dresden-Cotta bezeichnet. Die besteht seit 2000 und äußert sich vor allem in dem als Wahlkurs in der elften Klassenstufe angebotenem fächerübergreifenden Grundkurs Umwelt, bei dem sich die Gymnasiasten hauptsächlich mit Fragen des Umweltschutzes auseinandersetzen. Dafür dienen auch andere Einrichtungen als Kooperationspartner, etwa das Heizkraftwerk Nossener Brücke, das Kompostierwerk Kaditz und die Messstelle des Landesamtes für Umwelt und Geologie im Radebeuler Ortsteil Wahnsdorf. Vom Amt für Abfallwirtschaft ist aber vor acht Jahren die Anregung gekommen, das erlernte Know-how auch an Dresdner Kita-Kinder weiterzugeben. Man wolle bereits bei den Kleinsten beginnen, das Bewusstsein und die Verantwortung für ein sauberes Stadtbild zu stärken, begründet Amtsleiter Detlef Thiel.

Interessant ist das Projekt nicht nur für die Kita-Kinder, die mit großen Augen den Anweisungen der "Großen" lauschen. Auch für die Gymnasiasten ist die Kooperation eine Herausforderung. Sie finden sich in einer Art Doppelrolle als Schüler im Umweltkurs und als Lehrer für die Kinder des Kinderhauses Tausendfuß an der Ockerwitzer Straße und der Kita "Spatzen" an der Roquettestraße wieder. "Bei der Beschäftigung mit den Kindergartenkindern können unsere Schülerinnen und Schüler ihre sozialen Fertigkeiten, wie Teamfähigkeit und Einfühlungsvermögen, entwickeln", sagt Schulleiter Jürgen Karras. Alles Fähigkeiten, die im alltäglichen Umgang oder später im Berufsleben gefragt seien.

Kreativität hat der Direktor in seiner Aufzählung allerdings vergessen. Dabei zeigen sich die Elftklässler bei der Entwicklung umweltpädagogischer Spiele, mit denen sie den Kita-Knirpsen Abfalltrennung beibringen wollen, erstaunlich kreativ. Etwa beim "Müllstadtbauen". Dabei müssen die Knirpse aus - gereinigten - Abfällen auf einer Pappscheibe eine Stadt entstehen lassen, wobei jedes Viertel allein aus einer Müllsorte bestehen muss, etwa aus Biomüll oder aus Pappe und Papier.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2012

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