Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresdner Forscher entschlüsselt Genom der Bettwanzen

Wissenschaft Dresdner Forscher entschlüsselt Genom der Bettwanzen

Zu den beliebtesten Tierchen zählen Bettwanzen sicher nicht, für die Wissenschaft aber sind sie hochinteressant. Klaus Reinhardt, Professor für Angewandte Zoologie an der TU Dresden, beschäftigt sich deshalb seit Jahren mit ihnen. Gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam hat er jetzt das Genom der Bettwanze entschlüsselt.

Die Bettwanze ernährt sich ausschließlich von Blut. Hier eine Ansammlung von Nymphen und erwachsenen Tieren.

Quelle: Coby Schal

Dresden. Zu den beliebtesten Tierchen zählen Bettwanzen sicher nicht, für die Wissenschaft aber sind sie hochinteressant. Klaus Reinhardt, Professor für Angewandte Zoologie an der TU Dresden, beschäftigt sich deshalb seit Jahren mit ihnen. Gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam hat er jetzt das Genom der Bettwanze entschlüsselt – mit insgesamt 14 220 identifizierten Genen kann es Erklärungen für zahlreiche Aspekte der einzigartigen Lebensweise liefern.

So erhoffen sich die Forscher zum Beispiel neue Erkenntnisse darüber, wie es die Blutsauger geschafft haben, gegen die meisten Pestizide Resistenzen zu entwickeln und sich so – nachdem sie Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet waren – jetzt wieder auf allen Kontinenten auszubreiten. Auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen die lästigen Insekten könnten die Gene entscheidende Hinweise liefern.

Auch die Ernährung der Bettwanze sorgt für Staunen: Eine einzige Mahlzeit, ausschließlich Blut, reicht für ein ganzes Jahr. Wie das funktioniert, wollen die Wissenschaftler mit Hilfe der Gene ebenso beantworten wie die Frage, wie die Tiere zu ihrem brutalen Paarungsverhalten gekommen sind. Dabei überfällt das Männchen nämlich das Weibchen ohne Vorwarnung und durchsticht ihren Leib. Das Sperma wird direkt in die Bauchhöhle injiziert, das Weibchen also bei jeder Paarung verletzt. Wie die Wanzen dabei Infektionen vermeiden, kann für die medizinische Forschung interessant sein.

„Es war eine unglaublich spannende internationale Zusammenarbeit. Trotzdem können wir bisher noch nicht klären, warum sich im Genom der Bettwanze so viele DNA-Stücke von Bakterien befinden“, sagt Reinhardt. Mehr als 800 haben die Forscher entdeckt.

Von cg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
Anzeige

Es gibt Aufgaben, für die kommen nur die Besten in Frage, denn hier geht es um die Wurst! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de Online-Grillen. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.