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Die 46. Oberschule soll in einen Plattenbau ziehen - von einer Komplettsanierung ist keine Rede mehr

Die 46. Oberschule soll in einen Plattenbau ziehen - von einer Komplettsanierung ist keine Rede mehr

Oberschule an der Leubnitzer Straße in der Südvorstadt muss dem neu gegründeten Gymnasium Südwest Platz machen. Noch bis ins Frühjahr hinein hieß es, dass die Oberschüler dafür in einen Plattenbau an der Andreas-Schubert-Straße hinterm Hauptbahnhof umziehen sollen.

Die 46.

Der befindet sich in erbarmungswürdigem Zustand und sollte bis dahin komplett saniert werden. Davon ist jetzt keine Rede mehr.

"Ich habe das Gefühl, dass wir immer wieder hinten runter fallen, dass man uns übersieht oder vergisst, und da kommt allmählich der Unmut hoch", ärgert sich Elternsprecherin Gudrun Brammer. Sie weiß, wovon sie spricht, sie vertritt die Elternschaft der "46." seit mittlerweile fünf Jahren. Ihr Sohn besucht jetzt die 10. Klasse. Die Oberschüler lernen derzeit in einem 40 Jahre alten, maroden Plattenbau. Das Gebäude soll abgerissen werden. Geplant ist, dass die Schule im Sommer 2016 in die derzeit ungenutzte alte Platte an der Andreas-Schubert-Straße zieht, die nach Informationen des Schulverwaltungsamtes bis dahin für 9,3 Millionen Euro tiptop saniert werden sollte (DNN berichteten). Zwei Tage vor den großen Ferien erreichte die Schule jedoch die Hiobsbotschaft: Die Sanierung kommt doch nicht wie vorgesehen. Das geht aus einer neuen Vorlage hervor, über die am Ende der Stadtrat abstimmen muss. Demnach fallen beispielsweise die Erneuerung der Fußbodenbeläge, die malermäßige Instandsetzung der Schule und auch das geplante Vordach dem Rotstift zum Opfer. Auch von neuen Innentüren und verbesserter Raumakustik ist nun keine Rede mehr. Sie werden in der Vorlage als "Nicht-Ziele" bezeichnet.

Für bedenklich hält Kreiselternratsvorsitzende Annett Grundmann vor allem, dass schadstoffbelastete Fußböden im ersten und zweiten Obergeschoss nun nicht saniert werden sollen. Dafür bestehe "kein dringender Handlungsbedarf", erklärt hingegen Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, auf DNN-Nachfrage. Die Schadstoffe, die bis in die 1970er Jahre hinein als Weichmacher in teerhaltigen Fußböden und Parkettklebern verwendet wurden, seien zwar gesundheitsschädlich. "Es kommt aber darauf an, in welchem Umfang das flüchtige Gas, vor allem Naphtalin, an die Raumluft abgegeben wird", betont Schmidtgen. Im Falle der "46." hätten Schadstoffmessungen ergeben, dass nur für die Kellerfußböden dringender Handlungsbedarf bestehe.

Die jetzige Planung geht noch von Bauarbeiten im Umfang von 6,3 Millionen Euro aus. Darin enthalten ist u.a. die Erneuerung der maroden Sanitäranlagen und des Speiseraums. Außerdem soll der Plattenbau vom Typ "Dresden" barrierefrei erreichbar sein, brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht werden und höhere Treppengeländer erhalten.

"Zuerst wird uns groß was versprochen, haben wir schöne Bilder zu sehen bekommen", resümiert Elternvertreterin Brammer. Man habe wieder ein bisschen Mut gefasst. Und jetzt das. Die geplanten Kürzungen wollen die Eltern nicht hinnehmen. "Wir gehen auf die Barrikaden", kündigt die Elternvertreterin an. Auch Annett Grundmann, die zugleich für die CDU im neuen Stadtrat sitzt, ist ganz und gar nicht einverstanden mit der halben Sache: "Wenn die Schule schon umzieht, dann in ein komplett saniertes Gebäude", betont die Kreiselternratsvorsitzende. "Wir sind nicht einverstanden damit, dass selbst so simple Dinge wie Malerarbeiten wegfallen sollen." Bis 24. September ist nun Zeit, in Widerspruch zu gehen.

www.sn.schule.de/~ms46dd/

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2014

Katrin Richter

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