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Bildungsagentur entzieht freier Schule in Dresden die Zulassung

Bildung Bildungsagentur entzieht freier Schule in Dresden die Zulassung

Turbulenzen in der Dresdner Schullandschaft: Die Bildungsagentur, die Schulbehörde des Freistaats, hat der Aktiven Schule Dresden die Zulassung entzogen. Die betroffenen Kinder sollen sich bis zum Schuljahresstart eine andere Einrichtung suchen.

Die Schule war im August 2016 gestartet.

Quelle: dpa

Dresden. Schwerer Schlag für die Aktive Schule Dresden: „Wir mussten die für das Schuljahr erteilten Genehmigungen für die Grund- und Oberschule widerrufen“, bestätigte Petra Nikolov, Sprecherin der Regionalstelle Dresden der Sächsischen Bildungsagentur am Mittwoch DNN-Informationen. Die beiden Bescheide dürften der Geschäftsführung der Aktiven Schule seit etwa einer Woche vorliegen. Die Einrichtung, die auf der Leipziger Straße ihren Sitz hat, wollte dazu zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Die Schule war im August 2016 gestartet. Zwei Jahre zuvor sei dazu der Verein epharisto e.V. ins Leben gerufen worden, heißt es auf der Internetseite der Schule. Eine stetig wachsende Gemeinschaft habe seither an der Verwirklichung der Idee von einer Schule als Lebensraum selbstbestimmten Lernens und Gleichwürdigkeit gearbeitet. Die Initiatoren, eine Gruppe von Eltern, Studierenden und Pädagogen, seien verbunden durch die Überzeugung, dass Kinder von innen heraus lernen wollen – oder wie Maria Montessori es ausgedrückt habe, die „auf die inneren Wachstumskräfte der Kinder vertrauen“.

Bildungsagentur: Verbleib an der Schule für Kinder nicht möglich

Nach den Angaben der Bildungsagentur, der Schulbehörde des Freistaats, konnte das von der Aktiven Schule verfolgte Konzept des „selbstgesteuerten Lernens“ im praktischen Schulbetrieb nicht umgesetzt werden. Dies hätte vorwiegend daran gelegen, dass die Schule sich nicht an die Rahmenbedingen gehalten habe, die für eine erfolgreiche Umsetzung des aus der Erwachsenenbildung stammenden Konzepts zwingend erforderlich seien. Die Schwierigkeiten, welche mit der Umsetzung des Konzepts verbunden seien, wären der Schule bekannt gewesen. Es seien mehrere Hinweise erfolgt, „die jedoch unbeachtet blieben“.

Um ihre Schulpflicht zu erfüllen, müssten die Schüler der Aktiven Schule mit Beginn des neuen Schuljahres eine öffentliche Schule oder eine genehmigte Ersatzschule besuchen, erklärte Sprecherin Nikolov. Ein weiterer Verbleib an der Aktiven Schulen sei „nicht möglich“. Mit den beiden Widerrufsschreiben sei der Geschäftsführung der Aktiven Schule ein Informationsschreiben zugegangen, in welchem nicht nur aufnahmebereite Schulen aufgeführt wurden, sondern auch der weitere Verfahrensweg für die Anmeldung der Kinder und Jugendlichen an Grund- und Oberschulen beschrieben wurde. An der Grundschule wurden bislang 26 (Klassen 1-4) und an der Oberschule 17 Schüler (5-7) unterrichtet.

Der Vorgang weckt Erinnerungen an die Auseinandersetzungen der Natur- und Umweltschule (NUS) Dresden mit der Bildungsagentur. Über Jahre hinweg gab es juristische Auseinandersetzungen vor verschiedenen Gerichten. Unter anderem stellte die Schulbehörde des Freistaats das Konzept in Frage und übte Kritik an den Lehrkräften. Mehrmals gelang es der Schule, dagegen erfolgreich vor Gericht zu ziehen. Verschiedene Vorwürfe stellten sich seinerzeit als unberechtigt heraus.

Von Ingolf Pleil

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