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Azubi-Speed-Dating bei der IHK Dresden

Traumvorstellungen vom Traumjob Azubi-Speed-Dating bei der IHK Dresden

Die Motivation der Bewerber beim Azubi-Speed-Dating der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden am Dienstag ist groß. Bei den zehnminütigen Gesprächen mit ihren potenziellen Arbeitgebern wird jedoch deutlich, dass die Vorstellungen der Bewerber oft weit entfernt sind vom bevorstehenden Ausbildungsalltag.

52 angehende Lehrlinge nutzten das Azubi-Speed-Dating der IHK für ein erstes Kennenlernen mit dem potenziellen Arbeitgeber.
 

Quelle: Maraike Mirau

Dresden .  Zehn Minuten für den ersten Eindruck. Zehn Minuten um herauszufinden ob der angestrebte Beruf auch wirklich zum Bewerber passt. Am Dienstag nutzten 152 angehende Lehrlinge das Azubi-Speed-Dating der IHK Dresden um im letzten Anlauf noch einen der freien Ausbildungsplätze zu ergattern. Zwischen 13 und 17 Uhr hatten die Interessenten die Möglichkeit sich bei bis zu 38 Ausbildungsstellen vorzustellen. Im Angebot waren Ausbildungsmöglichkeiten sowohl im kaufmännischen als auch handwerklichen Berufen und im Dienstleistungssektor.

Suche nach dem Praxispartner für den Traumjob

Sandra Fischer und ihre Freunde lernen gemeinsam am Bildungszentrum Freital, wo sie auch auf die Veranstaltung der IHK aufmerksam gemacht wurden. Während Sandra gerne im Einzelhandel arbeiten würde, will Freundin Sophia-Jay ihr Hobby zum Beruf machen. „Ich habe mich heute beim Speed-Dating bei Thomas Heavy Metal Bikes eingetragen, da ich gerne als Zweiradmechanikerin arbeiten würde.“ In ihrer Freizeit fährt die 15-Jährige auch schon auf dem privaten Grundstück mit ihrer Moto-Cross.

Auch 45 Flüchtlinge haben das Azubi-Speed-Dating der IHK genutzt um berufliche Kontakte zu knüpfen. Einer von ihnen war Mussah Ibrahim. Der 20-Jährige ist durch das Dresdner Berufsbildungswerk auf das Azubi-Speed-Dating aufmerksam geworden. Für ihn ist klar, dass er seine Ausbildung als Kaufmann im Großhandel machen will. Beim Speed-Dating am Dienstag war er nun auf der Suche nach einem „Praxispartner“ und entschied sich für ein Vorsprechen bei der Wilhelm Marx GmbH & Co. KG.

Viele freien Stellen, doch die Vorstellungen der Bewerber und Firmen gehen auseinander

Bewerber mit Migrationshintergrund spielen auch bei den potenziellen Arbeitgebern eine wichtige Rolle. Für sie alle stand fest, dass sie gerne ausländische Lehrlinge einstellen würden, allerdings liegen die Vorstellungen der Interessenten und ihre sprachlichen Kompetenzen weit entfernt vom Ausbildungsalltag und dem was die Firmen in der Ausbildung stemmen können. „Die meisten ausländischen Bewerber kommen zu uns und wollen arbeiten. Wenn wir ihnen dann jedoch sagen, dass die Ausbildung rund drei Jahre dauert, sind sie oftmals sehr überrascht und empfinden dies als zu lang“, erzählt Odett Gaier vom Hotel Schloss Eckenberg. Zudem haben viele Firmen bedenken, dass die Sprachkenntnisse nicht ausreichen um Fachbegriffe in der Ausbildung oder bei der abschließenden Prüfung verstehen zu können.

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Am Dienstag nutzten 152 angehende Lehrlinge das Azubi-Speed-Dating der IHK Dresden um im letzten Anlauf noch einen der freien Ausbildungsplätze zu ergattern. Zwischen 13 und 17 Uhr hatten die Interessenten die Möglichkeit sich bei bis zu 38 Ausbildungsstellen vorzustellen.

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Während viele angehende Lehrlinge Gespräche im Bereich der Hotellerie oder des Einzelhandels geführt, warteten Nicole Aurich und Michael Göbel der Pentacon GmbH lange auf erste Interessenten. „Es gibt durchaus Bewerber die sich für den Beruf des Zerspanungsmechanikers interessieren. Wenn sie jedoch hören, dass sie auch im Drei-Schicht-System arbeiten müssen, entscheiden sich viele Interessenten jedoch wieder um“, berichtet Nicole Aurich gegenüber den DNN. Oliver Buro von Polstermöbel Oelsa GmbH hatte hingegen schon nach zwei Stunden einen Bewerber zum Probearbeiten eingeladen. „Die Motivation ist ausschlaggebend, da müssen es auch nicht nur einsen und zweien auf dem Zeugnis sein“, erzählt der 28-Jährige gegenüber den DNN.

Positives Fazit am Ende des Tages

Insgesamt wurden am Dienstag 304 Gespräche geführt. Die Firmen waren sich am Ende weitestgehend einig, dass sie auch im nächsten Jahr wieder vorbeikommen werden um in kurzen Gesprächen potenzielle Lehrlinge für ihr Unternehmen kennenzulernen.

Torsten Köhler, Geschäftsführer der IHK für den Bereich Bildung, freut sich über das anhaltende Interesse am Azubi-Speed-Dating der IHK. Vor allem, dass seit den letzten sieben Jahren zahlreiche neue Firmen und Ausbildungsstellen dazu gekommen sind. „Die potenziellen Bewerber haben beim Speed-Dating die Chance aus einer Reihe von Firmen zu wählen und Termine für ein Gespräch zu vereinbaren. Ich denke, dass ist eine gute Möglichkeit, in kurzer Zeit viele Informationen auszutauschen.“ Um auch den ausländischen Bewerbern die Gesprächsauswahl in Zukunft zu erleichtern, ist seit diesem Jahr auch eine Willkommenslotsin der IHK vor Ort.

Für alle die den heutigen Termin nicht wahrnehmen konnten besteht die Möglichkeit am 23. September den Aktionstag Bildung der IHK zu besuchen. Dort können sich angehende Lehrlinge nochmals einen Überblick verschaffen und mit den 140 anwesenden Firmen ins Kontakt treten.

Von Maraike Mirau

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