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An Dresdens Schulen fielen 2016/17 fast 135.000 Stunden Unterricht aus

Bildung An Dresdens Schulen fielen 2016/17 fast 135.000 Stunden Unterricht aus

Dass es an Lehrern mangelt, macht sich nicht nur im neuen Schuljahr bemerkbar, sondern lässt sich auch in Zahlen festmachen. Demnach fielen im Schuljahr 2016/17 insgesamt 134.369 Stunden aus. Macht 4,96 Prozent des Unterrichts.

Fast fünf Prozent des Unterrichtes in Dresden fielen im vergangenen Schuljahr aus

Quelle: Archiv

Dresden. Dass es vielerorts an Lehrern mangelt, macht sich nicht nur im neuen Schuljahr massiv bemerkbar, sondern lässt sich bereits an der aktuellen Statistik des Kultusministeriums für das vergangene Schuljahr ablesen. Demnach fielen im Schuljahr 2016/17 insgesamt 134 369 Stunden an Dresdens Schulen aus. Macht 4,96 Prozent des Unterrichts. Zum Vergleich: Im Schuljahr zuvor waren es 103 701 Stunden. Das sind 4,24 Prozent. Weitere 55 127 Stunden sind zwar vertreten worden, aber in einem anderen Fach. DNN zeigen im Folgenden, wie sich die ausgefallenen Stunden auf die einzelnen Schularten in Dresden verteilen.

Grundschulen

Weil Lehrer krank, zur Kur, Weiterbildung oder – wie Ende November 2016 – streiken waren, fielen an Dresdens Grundschulen 28 687 Stunden aus. Weitere 8457 Stunden hielten Pädagogen, aber in einem anderen Fach. Gar nicht in der Statistik taucht auf, wenn ein Pädagoge zeitgleich mehrere Klassen beaufsichtigt. Den mit 1195 Stunden meisten Unterrichtsausfall verbuchte die 117. Grundschule an der Reichenbachstraße. Das sind immerhin 11,2 Prozent. An zweiter Stelle folgt die 106. Grundschule, Großenhainer Straße, mit 1043 Stunden. Die 90. Grundschule in Luga, an der sich dieser Tage mangels Lehrern schon Eltern Unterricht machen, verzeichnete damals „nur“ 516 ausgefallene Stunden (6,6 Prozent).

Oberschulen

Spitzenreiter ist die 107. Oberschule an der Hepkestraße. Für 9,8 Prozent des Unterrichts (1811 Stunden) fand sich kein adäquater Ersatz. Noch mehr Unterricht fiel an der 101. Oberschule, Pfotenhauerstraße, aus (2055 Stunden). Weil die Schule aber größer ist, macht das bei ihr lediglich 7,8 Prozent aus.

Gymnasien

27 435 Stunden – macht 3,9 Prozent – konnten im Schuljahr 2016/17 an den Gymnasien nicht gehalten werden. 16 289 Schulstunden fielen nicht aus, weil andere Lehrer einsprangen, die aber nicht das vorgesehene Fach unterrichteten. Mit 3350 Stunden der meiste Unterricht fiel am Vitzthum-Gymnasium aus. Das sind 6,3 Prozent. Die Schule hatte nach Angaben der Schulleitung mit „nicht vorhersehbarem Ausfall“ (sprich Krankheit von Lehrern) zu kämpfen. Den wenigsten Ausfall verzeichnen das Sport-Gymnasium mit 400 Stunden (1,2 Prozent) und das Gymnasium Klotzsche mit 965 Stunden (2,2 Prozent).

Berufsschulzentren

20715 Stunden konnten an den Dresdner Beruflichen Schulzentren (BSZ) wegen Krankheit u.ä. nicht gehalten werden (4,7 Prozent). 6589 Vertretungsstunden in einem anderen Fach meldeten die BSZ. Den größten Posten verbucht das BSZ für Gesundheit und Sozialwesen „Karl August Lingner“ mit 5491 Stunden (7,9 Prozent)

Förderschulen

Weit dramatischer als in anderen Schularten sieht es seit Jahren an den zwölf Förderschulen aus. Hier fielen im vergangenen Schuljahr 15 400 Stunden außerplanmäßig aus, weil Lehrer krank, zur Kur, zur Weiterbildung oder im Ausstand waren. Hinzu kamen 3802 Stunden „planmäßiger Unterrichtsausfall“. Das heißt, dass von Anfang an kein Lehrer zur Verfügung stand oder die Unterrichtsräume fehlten. Den meisten außerplanmäßigen Ausfall verzeichnete das Förderzentrum für Hörgeschädigte mit 3855 Stunden (14,9 Prozent).

Von Katrin Richter

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