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18 Schulen in Dresden sollen Sozialarbeiter erhalten

Soziales 18 Schulen in Dresden sollen Sozialarbeiter erhalten

In Dresden sollen 18 weitere Schulen mit Sozialarbeitern ausgestattet werden. Das ist gehört zu einem „Regionalen Gesamtkonzept“ zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Landeshauptstadt vor, dass der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag beschlossen hat.

In Dresden sollen 18 weitere Schulen mit Sozialarbeitern ausgestattet werden.
 

Quelle: dpa

Dresden.  In Dresden sollen 18 weitere Schulen mit Sozialarbeitern ausgestattet werden. Das gehört zu einem „Regionalen Gesamtkonzept“ zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Landeshauptstadt, welches der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag beschlossen hat. Damit wird zudem ein seit einigen Wochen schwelender Streit mit einem Kompromiss abgeschlossen.

Ausgangspunkt der Debatte sind Fördermittel des Landes für den Ausbau der Schulsozialarbeit. Aus diesem Topf erhält die Stadt 1,2 Millionen Euro. 37 Schulen hatten dafür Bedarf angemeldet. Die Stadtverwaltung wollte dann zunächst 24 Schulen mit je einer Stelle für Schulsozialarbeit ausstatten, für die das Geld reicht. Die Betreuung der Schüler durch Fachleute soll unter anderem zur Bewältigung von Konfliktsituation und damit insgesamt zur Verbesserung des Schulklimas beitragen. Offenbar waren die in Frage kommenden Schulen schon informiert worden. Im Jugendhilfeausschuss löste dies Kritik aus, weil die Entscheidungen noch gar nicht gefallen seien.

Schulen

62. Oberschule  „Friedrich Schiller“, Oberschule Weixdorf, Marie-Curie-Gymnasium Dresden, 107. Oberschule, Hans-Erlwein-Gymnasium, 116. Oberschule Dresden, 76. Oberschule Dresden- Briesnitz, Oberschule Cossebaude, Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium, Bertolt-Brecht-Gymnasium, 93. Grundschule, Schule für Erziehungshilfe „Am Leubnitzbach“*, 117. Grundschule „Ludwig Reichenbach“, 144. Grundschule, Vitzthum-Gymnasium Dresden, Gymnasium Cotta, Gymnasium Klotzsche, Christliche Schule Dresden, 113. Grundschule, Oberschule Weißig, 15. Grundschule Dresden, 92. Grundschule, Gymnasium Dreikönigschule, 19. Grundschule Jägerpark.

Die Liste zeigt die ersten 24 Schulen auf der Prioritätsliste der Stadt. Da teilweise mehr als eine Stelle pro Schule mit einem Sozialpädagogen besetzt werden soll, kommen nicht alle Schulen in den Genuss der Gelder, die für 24 Vollzeitstellen reichen. *Bei der Schule für Erziehungshilfe wird die Unterstützung noch geprüft. Quelle: Antrag

In einem ersten Schritt forderte der Jugendhilfeausschuss daraufhin die Verwaltung auf, die Liste der in Frage kommenden Schulen noch einmal nach neuen Prämissen zu überarbeiten (DNN berichteten). „Für uns war wichtig, dass beispielsweise soziale Belastungsfaktoren wie Arbeitslosigkeit und Hartz-IV-Empfang stärker berücksichtigt werden“, erklärte Carsten Schöne vom paritätischen Wohlfahrtsverband, der gemeinsam mit zwei anderen Ausschussmitgliedern den Antrag eingebracht hatte. Auch die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund wird berücksichtigt. Nach Ansicht von mehreren Vertretern der freien Träger habe die Stadt mit ihrem ursprünglichen Plan weder die Größe einer Schule noch die konkreten Problemlagen in den Stadtteilen berücksichtigt. Zudem wurde gefordert, dass vom Grundsatz her an jeder Schule mindestens 1,5 Vollzeitstellen geschaffen werden sollen. Dadurch war eine Verringerung der Zahl der in Frage kommenden Schulen absehbar. Nun werden 18 Schulen für die Förderung vorgesehen, die bis Ende Mai beantragt werden muss.

Für die weitere Ausstattung der Dresdner Schulen mit Sozialarbeitern sollen nun die Schulen, die diesbezüglich noch nicht oder nicht ausreichend versorgt sind, nach dem vom Jugendhilfeausschuss vorgeschlagenen Punktsystem in eine Rangliste einsortiert werden. Alle künftigen Entscheidungen sollen dann auf Basis dieses Rankings erfolgen. Die Lage könnte sich etwas entspannen, da der Freistaat mit dem kürzlich beschlossenen neuen Schulgesetz festgelegt hat, dass alle Oberschulen mit Schulsozialarbeit ausgestattet werden sollen. Nach Angaben von Sabine Friedel, der SPD-Bildungspolitikerin im Landtag, werde der Freistaat ab August 2018 jeweils eine Vollzeitstelle finanzieren. Bei 28 Oberschulen kommen damit für Dresden 1,5 Millionen Euro zusammen.

Dadurch könnten Gelder der Stadt, die bislang in diesen Schulen eingesetzt werden, für andere Einrichtungen vergeben werden, hofft die Verwaltung. Dann wäre es auch möglich, in Schulen mit besonders hohem Bedarf bereits vorhandene Angebote zu erweitern.

Von Ingolf Pleil

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