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Wehlener Straße in Dresden wird nicht vor Mitte Juni gebaut

Straßenbau Wehlener Straße in Dresden wird nicht vor Mitte Juni gebaut

An der Wehlener Straße, die eigentlich seit vergangener Woche für rund 7,2 Millionen Euro zwischen Ankerstraße und Schlömilchstraße grundhaft saniert werden soll, passiert derzeit nichts. Der Grund: Es fehlen Fördermittel vom sächsischen Verkehrsministerium (SMWA), mit denen die Stadt fest gerechnet hat. Die Stadt hofft nun auf einen Baubeginn im Sommer.

Der Bau auf der Wehlener verspätet sich. Wird’s vielleicht im Sommer?
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Viel Glück ist der Stadt mit ihren Großbauprojekten am Straßennetz derzeit nicht beschieden. An der Oskarstraße haben Planungsfehler zu einem Baustopp geführt. Für die Kesselsdorfer Straße gibt es immer noch kein Baurecht, obwohl im Herbst Vorarbeiten beginnen sollen. Und auch an der Wehlener Straße, die eigentlich seit vergangener Woche für rund 7,2 Millionen Euro zwischen Ankerstraße und Schlömilchstraße grundhaft saniert werden soll, passiert derzeit nichts. Der Grund: Es fehlen Fördermittel vom sächsischen Verkehrsministerium (SMWA), mit denen die Stadt fest gerechnet hat.

1,5 Millionen Euro habe man beantragt, heißt es dazu aus dem Rathaus. Die habe man bisher nicht bewilligen können, weil nicht genügend Geld im Haushalt eingestellt sei, teilt SMWA-Referent Marco Henkel auf Anfrage mit. Das Paradoxe daran: Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), die am Ausbauprojekt beteiligt sind und unter anderen die Schienen erneuern und eine neue Gleisschleife an der Schlömilchstraße bauen wollen, haben seit Oktober 2016 eine Fördermittelzusage über knapp 2,1 Millionen Euro. Seither warten sie auf die Stadt, die ohne Förderzusage nicht bauen will, auch wenn sie das laut SMWA könnte. Sie würde dann aber das finanzielle Risiko tragen, falls es auch später keine Fördermittel gibt.

Der verschobene Baubeginn kann ernste Folgen haben, weil man genau an dieser Stelle keine Zeit zu verlieren hat: Im Februar 2018 soll nach derzeitiger Planung der neue Schulstandort im ehemaligen Straßenbahnhof Tolkewitz fertig sein. Die 32. Oberschule und das Gymnasium Tolkewitz, insgesamt rund 1800 Schüler, werden in den Winterferien 2018 in den neuen Schulcampus umziehen, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. An diesem Termin orientierte sich bisher auch der Bauablauf an der Wehlener Straße, der nun aber nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, wie Baubürgermeister Schmidt-Lamontain (Grüne) sagt. Eigentlich sollte die Straße im Mai 2018 fertig werden. Nun können Schülertransport oder auch nur die gebotene Unterrichtsruhe durch den verspäteteten Straßenbau gefährdet werden.

Die Folgen müssen allerdings nicht so drastisch ausfallen, wie sich angesichts der Lage befürchten lässt. Vergangenen Donnerstag haben sich Verantwortliche von Stadt und dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) noch einmal zusammengesetzt. Man sei übereingekommen, dass für den Ausbau der Wehlener Straße „haushaltsrechtliche Ermächtigungen über das laufende Haushaltsjahr in Anspruch genommen werden“, wie Ministeriumssprecher Henkel mitteilt. Dresden könne relativ bald mit einem Zuwendungsbescheid hoffen. Wann genau, lasse sich noch nicht sagen.

Im Rathaus ist man nun damit beschäftigt, einen Umgang mit dem verspäteten Baubeginn zu finden. Das bedeute nicht nur ein paar Verschiebungen, wie Baubürgermeister Schmidt-Lamontain sagt. „Der gesamte Ablauf muss neu geplant werden“, betont er. Zum einen, weil sich durch die Verlegung von Versorgungsleitungen, allen voran einer Fernwärmeleitung, „Zwangspunkte“ ergeben. Außerdem müssen aller Voraussicht nach Arbeiten in die Wintermonate verlegt werden, die bisher in der frostfreien Zeit geplant waren. „Wir hoffen noch immer, Mitte Juni mit dem Bau starten zu können“, sagt Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts dazu. Dass diese Hoffnung wahr wird, sei derzeit jedoch „noch nicht absehbar“.

Von Uwe Hofmann

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