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SPD und Grüne machen Betrieb beim Fernbusbahnhof Dresden

Interfraktioneller Antrag SPD und Grüne machen Betrieb beim Fernbusbahnhof Dresden

„Um ein Fernbusterminal geht es ja in erster Linie gar nicht“, sagt Stadtrat Johannes Lichdi (Grüne). „Wir werten den Hauptbahnhof auf“, fügt er stattdessen an. Und zwar mit einem Fahrradparkhaus, einem Mobilitätspunkt und dem Fernbusbahnhof, wie in einem Antrag steht, den Grüne und SPD am Freitag in den Geschäftsgang des Stadtrats einbringen wollen.

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Neuer Fernbusbahnhof in Dresden – Finanzieren die Fernbusunternehmen mit?

Quelle: dpa

Dresden. „Um ein Fernbusterminal geht es ja in erster Linie gar nicht“, sagt Stadtrat Johannes Lichdi (Grüne). „Wir werten den Hauptbahnhof auf“, fügt er stattdessen an. Und zwar mit einem Fahrradparkhaus, einem Mobilitätspunkt und dem Fernbusbahnhof, wie in einem Antrag steht, den Grüne und SPD am Freitag in den Geschäftsgang des Stadtrats einbringen wollen.

Zumindest was die Finanzierung angeht muss sich eigentlich nur noch über den Fernbusbahnhof der Kopf zerbrochen werden. Das von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) vorgeschlagene Fahrradparkhaus könnte durch Fördergelder und von Investoren gezahlten Stellplatzablösen finanziert werden, sollte es denn vom Stadtrat beschlossen werden. Der Mobilitätspunkt, gemeint sind Stellplätze für Teilautos oder Mieträder, mit deren Hilfe verschiedene individuelle und öffentliche Verkehrsmittel vernetzt werden, sei gar nicht so teuer, wie Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer (SPD) sagt.

Der Fernbusbahnhof dagegen schon. Drei bis vier Millionen Euro stehen im Raum. Da die Errichtung eines Fernbusterminals „keine kommunale Aufgabe“ sei, wie Lichdi sagt, verlangen SPD und Grüne eine kostenneutrale Lösung. Sollte die Stadt beim Bau finanziell in Vorleistung gehen, müsse das Geld nach längstens zehn Jahren wieder eingeworben sein, heißt es in dem Papier. Wie, das rechnet Lichdi vor: Man könnte bei konservativ geschätzten 150 Abfahrten am Tag fünf Euro Gebühr von den Fernbusunternehmen verlangen. Macht 750 Euro am Tag und etwas mehr als 270 000 Euro Einnahmen im Jahr. Haken an der Sache: fünf Euro Gebühr sind sehr hoch gegriffen, in Hamburg werden gerade einmal etwas über 2,30 Euro verlangt. Außerdem gibt es keine Schätzung dazu, wie hoch die Betriebskosten eines Busbahnhofs ausfallen. Gut möglich, dass sie die Einnahmen zum großen Teil aufzehren.

Genauer wird man es wissen, sollte das von beiden Fraktionen geforderte Gutachten vorliegen. In ihm sollen sowohl Varianten zur Finanzierung als auch Betreiberkonzepte erörtert werden. Sie sollten nach Willen der beiden Parteien nicht ohne die Mitwirkung von privaten Investoren auskommen, um den städtischen Anteil möglichst schmal zu halten. „Wir sind von diesem Standort überzeugt und sind jetzt für Gespräche mit Investoren bereit“, sagt Lichdi.

Von uh

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