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Niedrigwasser setzt Dampfschiffahrt zu – ab Pegel 0,65 Meter wird es kritisch

Dresden Niedrigwasser setzt Dampfschiffahrt zu – ab Pegel 0,65 Meter wird es kritisch

So kann man es auch sehen: „Wir fahren noch“, sagt Robert Rausch, Marketingleiter bei der Sächsischen Dampfschiffahrt. Reichlich eine Woche, nachdem die Binnenschifffahrt wegen anhaltendem Niedrigwasser auf der Elbe den Betrieb eingestellt hat, wird es so langsam auch für die Weiße Flotte eng.

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Mehr Land als Wasser: Seit Wochen kennt der Elbpegel in Dresden nur eine Richtung. Sinkt er weiter, bekommt auch die Dampfschiffahrt ernste Probleme.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  So kann man es auch sehen: „Wir fahren noch“, sagt Robert Rausch, Marketingleiter bei der Sächsischen Dampfschiffahrt. Reichlich eine Woche, nachdem die Binnenschifffahrt wegen anhaltendem Niedrigwasser auf der Elbe den Betrieb eingestellt hat, wird es so langsam auch für die Weiße Flotte eng. Nur 0,69 Meter waren am Mittwochnachmittag am Dresdner Elbpegel abzulesen, von Niedrigwasser spricht man dort ab 73 Zentimetern.

Das bedeutet auch für die auf niedrige Wasserstände ausgelegte Raddampferflotte Einschränkungen. Die Anlegestellen in Heidenau und Diesbar können bereits seit vergangener Woche nicht mehr bedient werden. Zudem werden nur noch etwa halb so viele Passagiere auf die Schiffe gelassen, wie eigentlich dort Platz haben. Die Gewichtseinsparung soll den Schiffen möglichst geringen Tiefgang ermöglichen.

Am Mittwochnachmittag musste außerdem die Linienfahrt in die Sächsische Schweiz verkürzt werden, weil Bad Schandau wegen des niedrigen Pegelstandes nicht mehr angesteuert werden kann. Stattdessen endete die Fahrt in Königstein. Für den Donnerstag hatte man im Unternehmen kurze Zeit die Hoffnung gehegt, wieder die gesamte Strecke fahren zu können. Am Abend musste dann aber doch entschieden werden, die morgendliche Linienfahrt in die Sächsische Schweiz samt Rückfahrt ganz ausfallen zu lassen. Die Fahrt am Nachmittag muss erneut in Königstein enden.

„Wir schauen von Tag zu Tag“, begründet Rausch die kurzfristige Absage. Insofern lehnt er sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn er sagt: „Für Donnerstag kann ich sagen, dass die Schiffe fahren.“ Alles Weitere müsse man sehen. Auf der Unternehmenshomepage wird aktuell über den Fahrplan informiert. Für alle längeren Fahrten gilt, dass mit etwa 20 Minuten Verspätung zu rechnen ist, weil die Dampfer nur langsam vorankommen.

Wirklich kritisch für die Dampfschiffahrt wird es ab einem Pegelstand von 0,65 Metern. „Dann müssen wir bei jedem Zentimeter einschätzen, wie es weitergeht“, sagt Rausch. Vier, fünf Zentimeter liegt der Pegel noch über dieser Belastungsgrenze. „Wir hoffen auf Regen“, sagt Rausch. Allerdings lässt der Blick auf Pegelstände am tschechischen Oberlauf der Elbe nicht gerade darauf hoffen, dass es so bald aufwärts geht.

Für das Elbhangfest, für das die Dampfschiffahrt bei den drei Schlösserfahrten auch Halte in Loschwitz einplant, ist nicht gefährdet. „Dann können wir fahren“, ist Rausch überzeugt.

www.sächsische-dampfschiffahrt.de

Von Uwe Hofmann

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