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Feuerwehr und DVB erhalten drei neue Hilfeleistungsfahrzeuge

Dresden Feuerwehr und DVB erhalten drei neue Hilfeleistungsfahrzeuge

Drei neue Hilfsfahrzeuge haben Dresdner Feuerwehr und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) am Mittwoch in Empfang nehmen können. Die Wagen sind vor allem für den Einsatz bei Verkehrsunfällen gedacht und lösen in die Jahre gekommene Vorgängermodelle ab.

Der neue Kran ist mit allerhand nützlichen Gerätschaften beladen, die vor allem bei Unfällen auf der Autobahn zum Einsatz kommen soll. Die Feuerwehrleute Chris Kretschmer und Daniel John (v.l.) präsentieren im Bild die im neuen Fahrzeug verstauten Hydraulikwerkzeuge.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Drei neue Hilfsfahrzeuge haben Dresdner Feuerwehr und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) am Mittwoch in Empfang nehmen können. Die Wagen sind vor allem für den Einsatz bei Verkehrsunfällen gedacht und lösen in die Jahre gekommene Vorgängermodelle ab. Das erleichtert insbesondere den Feuerwehrkameraden der Albertwache die Arbeit, wo künftig der neue rund 275 000 Euro teure Gerätewagen und der rund 340 000 Euro teure Feuerwehrkran stationiert werden. Für die DVB ändert sich auch etwas: Die Verkehrsbetriebe sind zukünftig selbst für die Bergung bei Straßenbahnhavarien zuständig.

Man habe die Neubeschaffung zum Anlass genommen, „die Prozesse“ noch einmal zu überprüfen, begründet das Andreas Rümpel, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamts etwas verklausuliert. Das Ergebnis fasst er mit diesen Worten zusammen: „Die Rettung von Unfallbeteiligten ist Pflichtaufgabe der Feuerwehr, die Eingleisung von Straßenbahnen nicht.“

Innerhalb weniger Minuten ist die Straßenbahn angehoben

Innerhalb weniger Minuten ist die Straßenbahn angehoben.

Quelle: Dietrich Flechtner

Entsprechend besitzen die DVB nun ein eigenes Unfallhilfefahrzeug, das rund 155 000 Euro gekostet hat und in Gruna stationiert wird. Dort ist zu jeder Zeit auch ein technischer Berater der DVB einsatzbereit, der das mit sämtlicher für die Eingleisung havarierter Bahnen benötigter Gerätschaft beladene Fahrzeug im Einsatzfall zum Unfallort fährt. Dort leitet er die Bergungsarbeiten an, die nach wie vor von der Feuerwehr ausgeführt werden. Die Kameraden werden dafür eigens drei Mal im Jahr geschult.

Mit dem neuen System wird die Feuerwehr entlastet, weil sie das Know-how und die Technik nicht mehr zwingend selbst vorhalten muss. Fehler bei so einer Bergung könnten bei einer Straßenbahn schlimmere Schäden als ein Unfall anrichten, sagt Rümpel. Außerdem wird das spezielle Wissen bei den Feuerwehrleuten immer seltener gebraucht. Zwei Mal musste 2016 eine entgleiste Bahn wieder in die Spur gesetzt werden. Zwei bis acht mal war so ein Einsatz in den letzten zehn Jahren jeweils nötig. Man profitiere von den Investitionen ins Gleisnetz seit den 90er Jahren, meint Rümpel. Damals musste die Feuerwehr um die 150 Mal pro Jahr Straßenbahnen wieder ins Gleis heben.

60 bis 80 Mal werden dagegen der neue Gerätewagen und der Kran zum Einsatz kommen, meint Rümpel. Der Gerätewagen ist dabei vor allem bei Unfällen im Stadtgebiet gefragt und kann auch im Hochwassereinsatz genutzt werden. Der Feuerwehrkran, der noch in 20 Meter Entfernung 2,1 Tonnen heben kann, soll vor allem auf der Autobahn verunglückte Laster bergen helfen.

Von Uwe Hofmann

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