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Eurocitys rauschen schneller von Dresden nach Berlin – lange Umsteigezeit bleibt vorerst

Fahrplanwechsel Eurocitys rauschen schneller von Dresden nach Berlin – lange Umsteigezeit bleibt vorerst

Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember dauert die Zugfahrt zwischen den Hauptbahnhöfen von Dresden und Berlin nur noch 1:46 Stunden. Das geht aus dem Fahrplan hervor. Ein Dilemma hat die Bahn aber weiterhin.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Dresden. Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember dauert die Zugfahrt zwischen den Hauptbahnhöfen von Dresden und Berlin nur noch 1:46 Stunden. Das geht aus dem Fahrplan hervor. Derzeit sind die wegen Bauarbeiten ohne Halt über Falkenberg umgeleiteten Züge noch zwei Stunden und zwei Minuten unterwegs. Künftig rauschen die Fernzüge tagsüber auch nicht mehr durch den Bahnhof Dresden-Neustadt, sondern halten wieder. Zudem ist die Stammstecke über Elsterwerda nach Abschluss von Sanierungsarbeiten wieder frei.

Ein Dilemma hat die Bahn aber weiterhin: Im Dresdner Hauptbahnhof stehen die Eurocitys noch immer eine Viertelstunde, weil die tschechische Lok gegen eine deutsche Maschine getauscht wird. Das soll sich erst ab kommenden Sommer ändern, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage. Dann fahren die neuen Loks der Tschechischen Staatsbahn ČD bis Berlin und Hamburg durch. Weil eigene Škoda-Loks auf deutschen Gleisen nicht die erforderliche Zulassung bekommen, hat die ČD sich für die Strecke nach Berlin extra Vectron-Loks angemietet.

Diese sind mit bis zu 200 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit unterwegs und ersetzen die inzwischen knapp 30 Jahre alten „Knödelpressen“, die aus dem Hause Škoda stammen und selbst nach Umbau nur 160 Stundenkilometer Spitze schaffen. Die neuen Loks sollen zwar nach Angaben des Bahnsprechers schon ab Dezember die meisten Eurocitys ziehen, aber eben nur bis Dresden. Es seien noch nicht alle benötigten Loks verfügbar und zudem laufe die Schulung der deutschen Lokführer noch, die die Maschinen in Dresden übernehmen, hieß es. Weil die Stromsysteme der Eisenbahn in Tschechien und Deutschland unterschiedlich sind, können nur sogenannte Mehrsystemloks grenzüberschreitend fahren.

Was auch nach dem Fahrplanwechsel bleibt: Der letzte Fernzug nach Berlin verlässt Dresden schon um 18.55 Uhr. Wer später in die Hauptstadt muss, dem bleiben nur Umsteigeverbindungen. Ein Eurocity um 20.46 Uhr fährt weiterhin nach Leipzig, von dort weiter mit einem ICE-Zug dauert die Reise 2:44 Stunden. Wer Regionalzüge nimmt, benötigt je nach Verbindung von Elbflorenz nach Spreeathen zwischen 3:26 Stunden und 3:56 Stunden.

Von Lars Müller

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