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Dresdner Winterschäden-Beseitigung: Ein Marathon aus Notreparaturen

Schlaglöcher Dresdner Winterschäden-Beseitigung: Ein Marathon aus Notreparaturen

Das Ende des Winters ist absehbar. Das Dresdner Straßenbauamt steht damit wie in jedem Jahr vor einem Marathon aus Notreparaturen. Insgesamt habe die Stadt rund 200 schadhafte Straßenabschnitte erfasst, 75 seien mit einem Verkehrsschild als Hinweis auf kaputte Straßen versehen worden.

Netzrisse überziehen die für Busse gesperrte Caspar-David-Friedrich-Straße. Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz hebelt den losen Asphalt einfach per Schraubenzieher heraus.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Ein ganzes Netz von Rissen zieht sich durch den Asphalt. Die Fahrbahn der Caspar-David-Friedrich-Straße ist stark beschädigt. Der Frost hat dort im Winter ganze Arbeit geleistet. Mit einem Schraubenzieher lassen sich Teile der Deckschicht leicht heraushebeln. Fahren schwere Fahrzeuge darüber, reißen die Räder sogar ganze Brocken heraus. „Deshalb mussten wir den Bus hier erst mal runternehmen“, erklärt Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. Seit 24. Februar muss die Linie 85 der Dresdner Verkehrsbetriebe eine Umleitung über den Zelleschen Weg fahren, nur noch Fahrzeuge mit einer maximalen Masse von 3,5 Tonnen dürfen die „CDF-Straße“ nutzen.

Nun aber ist das Ende des Winters absehbar. Koettnitz und seine Mannen stehen damit wie in jedem Jahr vor einem Marathon aus Notreparaturen. Für besagte Bröckelpiste, die von der Teplitzer Straße in Strehlen hinauf zur Südhöhe führt, heißt das: „Die Decke großflächig ausfräsen, die darunter liegende Schotterschicht verdichten und anschließend neu asphaltieren“, so Koettnitz. Das soll in der letzten Märzwoche auf mehreren Abschnitten der Straße geschehen, wie der Amtsleiter gestern ankündigte. „Anfang April soll der Bus hier wieder fahren.“ Dann werden auch die Haltestellen Schurichtstraße, Dora-Stock-Straße und Rubensweg bedient.

Andernorts machen eher die klassischen Schlaglöcher Probleme, so auf der Ender-, Louisen-, Lockwitztal-, Warthaer und Hohendölzschener Straße, zählt Reinhard Koettnitz einige Beispiele auf. An diesem Dienstag sei zum Beispiel ein Flicktrupp der Stadt auf der Gostritzer Straße unterwegs, um die gröbsten Schäden zu beseitigen. „Sobald das Wetter mitmacht und die Asphaltmischwerke arbeiten, ist das sinnvoll. Wir haben schon eine ganze Reihe von Reparaturen durchgeführt“, berichtet Koettnitz. Im April und Mai sollen die Reparaturen an der Reihe sein, bei denen großflächige Straßenzüge abgefräst werden, zum Beispiel die Dohnaer Straße an den Kreuzungen Fritz-Meinhardt- und Tschirnhausstraße in Nickern. Zuerst sind die Hauptrouten dran, später auch die Nebenstrecken.

Insgesamt habe die Stadt rund 200 schadhafte Straßenabschnitte erfasst, 75 seien mit einem Verkehrsschild als Hinweis auf kaputte Straßen versehen worden. „Diesmal gibt es wieder mehr Winterschäden. Das war mal ein normaler Winter, nicht so ungewöhnlich mild wie die drei letzten“, schätzt Koettnitz ein. In dieser kalten Jahreszeit habe man bislang 87 Eistage gezählt. Besonders der häufige Frost-Tau-Wechsel habe den Straßen zugesetzt. Und noch ist der Winter nicht vorbei. „Es muss nur regnen und über Nacht gefrieren, schon kriegen wir wieder neue Probleme“, weiß Koettnitz. Für die Reparaturen stehen ihm zwei Millionen Euro zur Verfügung, je zur Hälfte von der Stadt und vom Freistaat. Sollte noch mehr Geld nötig sein, müsse man im Haushalt umschichten. Im Klartext: Es fehlt dann in der Straßenunterhaltung für andere Maßnahmen, beispielsweise das Reinigen.

Zumindest auf der Caspar-David-Friedrich-Straße ist aber auch ein Ende der Flickschusterei abzusehen. Im Jahr 2018 beginnen die Planungen für den grundhaften Ausbau ab der Teplitzer Straße inklusive Südhöhe bis zur Münzmeisterstraße. Im Haushalt seien 2019/20 dafür 3,5 Millionen Euro vorgesehen, um die Straße nach heutigen Standards zu bauen. Die derzeitige für Netzrisse anfällige Piste hat dann endlich ausgedient.

Von Stefan Schramm

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