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Dresden plant mit 3,65 Millionen Euro Ausgaben für den Winterdienst

Verkehr Dresden plant mit 3,65 Millionen Euro Ausgaben für den Winterdienst

Nein, wie der Winter wird, das weiß Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz nicht. „Wir können uns nur mit Bauernregeln behelfen: Oktober rau, Januar flau ist so eine. Demnach werden wir im Winterdienst viel zu tun haben“, fügt er mit einem Augenzwinkern an. Egal wie es kommt: Dresden sei für den Winterdienst gut vorbereitet, lautet seine Botschaft.


Quelle: Anja Schneider

Dresden. Nein, wie der Winter wird, das weiß Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz nicht. „Wir können uns nur mit Bauernregeln behelfen: Oktober rau, Januar flau ist so eine. Demnach werden wir im Winterdienst viel zu tun haben“, fügt er mit einem Augenzwinkern an. Egal wie es kommt: Dresden sei für den Winterdienst gut vorbereitet, lautet die Botschaft eines Pressetermins an der Lohrmannstraße. Dort befindet sich eines von drei im Stadtgebiet verteilten Salzlagern, insgesamt 2800 Tonnen Salz hat die Stadt gebunkert. Für weitere rund 7000 Tonnen hat man Verträge abgeschlossen.

Wichtiger sind jedoch andere Daten: Seit 1. November ist der Winterdienst eingerichtet, laufen die insgesamt 34 Verträge, mit denen die Stadt Firmen für bestimmte Aufträge und Territorien gebunden hat. Den Löwenanteil des Winterdienstes erledigen dabei eigene Kräfte: 1,5 Millionen Euro sind beim Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen (ZTD) für den Winter 2017/18 eingeplant. Noch einmal so viel gibt Dresden für Fremdfirmen aus, zu denen allerdings auch die Stadtreinigung Dresden gezählt wird. Eine halbe Million Euro stehen für Material zur Verfügung.

Gemessen am vergangenen Winter wird dieses Budget nicht reichen. In der Saison 2016/17 beliefen sich die Kosten beim Regiebetrieb ZTD auf 1,53 Millionen Euro, die der externen Auftragnehmer auf 1,83 Millionen Euro. Für Material wurden rund 685 000 Euro ausgegeben. Sollten diese Größenordnung auch in der bevorstehenden Winterzeit gefragt sein, hat die Stadt noch Spielraum. Knapp sechs Millionen Euro stehen im Budget für Straßenunterhaltung bereit, von dem Winterdienst und Winterflick bezahlt werden. Das bedeutet aber auch: Wird der Winter knackig, fehlt im Frühjahr das Geld, um Schlaglöcher zu füllen.

Zwei Neuerungen gibt es in dieser Saison, wobei diese so ganz neu nun auch wieder sind, wie Koettnitz sagt. So sind erstmals alle 40 Winderdienstfahrzeuge mit einem Registriersystem unterwegs, das genau erfasst, wieviel Streumittel wann auf welcher Strecke verteilt worden sind. Einerseits erleichtere das die interne Überwachung. Andererseits lässt sich künftig jedem Beschwerdeträger bis aufs Gramm vorrechnen, wieviel Salz auf jeder Straße verteilt worden ist. Dass das geht, hat man in den letzten vier Jahren mit einige der Geräte ausgetestet.

Die andere Neuerung: Auch auf dem Elberadweg wird Schnee gefegt. Weitere 150 000 Euro gibt die Stadt für den Winterdienst auf der Altstadtseite zwischen Steinstraße und Blauem Wunder und auf der Neustadtseite zwischen Waldschlößschenbrücke und Molenbrücke aus. Ob im Radwegenetz mehr möglich ist, wird auf Stadtratsbeschluss geprüft.

Von den rund 1400 Kilometern Dresdner Straßen gibt es für 707 Kilometer zumeist im Hauptstraßennetz feste Tourenpläne, nach denen geräumt wird. Das bedeutet: Auf der Hälfte der Dresdner Straßen wird kein Winderdienstfahrzeug unterwegs sein. Und auch dort, wo sie fahren, wird es laut Koettnitz mitunter haarig zugehen: „Die Vorstellung, dass im Winter sommerliche Straßenverhältnisse herrschen, ist einfach falsch.“

Von Uwe Hofmann

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