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Dresden meldet massiv steigende Fahrgastzahlen in Bus und Bahn

DVB schlagen Alarm Dresden meldet massiv steigende Fahrgastzahlen in Bus und Bahn

Die „7“, die „3“ und die „11“ sind Dresdens gefragteste Straßenbahnlinien. Das haben Untersuchungen der Verkehrsbetriebe ergeben. Wird nicht investiert, kann es in Zukunft eng werden, warnen die Verkehrsbetriebe.

Diese fünftürigen Busse fahren in Dresden auf besonders stark frequentierten Buslinien.

Quelle: DNN

Dresden. Die Linie 7 ist die Nummer 1. Auf den Plätzen, mit weitem Abstand: die „3“ und die „11“. „Es ist abzusehen, dass der Dresdner Nahverkehr ohne einen Ausbau schon in wenigen Jahren nicht mehr die gewohnte Beförderungsqualität bieten kann“, kommentierte Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die aktuellen Fahrgastzahlen. Der Unternehmensstatistik zufolge sind 2007 rund 142 Millionen Menschen mit den Bussen und Bahnen der Verkehrsbetriebe gefahren. Im vergangenen Jahr waren es 153,4 Millionen. Ein Plus von 11,4 Millionen Menschen binnen acht Jahren, „mit Bordmitteln“, wie Hemmersbach formulierte. Damit meint er, dass die DVB diesen Zuwachs gestemmt haben, ohne dass dafür besonderer Aufwand betrieben wurde. Die Busse und Bahnen sind seitdem weitgehend unverändert, das Liniennetz ebenso. „Wir werden überrollt vom Erfolg“, fürchtet und freut sich der DVB-Vorstand beim Blick auf die Fahrgastzahlen. Hemmersbach rechnet mit weiterem Zuwachs, schließlich wird Dresden eine steigende Einwohnerzahl prognostiziert. Mehr als 590.000 Menschen sollen 2030 in der Landeshauptstadt zu Hause sein, so die Statistik. Passiert nichts im Nahverkehr, wird es eng, erklärt der Vorstand seine Warnung vor dem Qualitätsverlust und warnt, Investitionen in neue Strecken, größere Fahrzeuge und den Ausbau des bestehenden Netzes dürften nicht verschoben werden.

Dabei sieht Hemmersbach die DVB nicht unter die Räder kommen. Die geforderten Investitionen seien alternativlos, bemüht er ein Wort der Kanzlerin bei der Frage nach der politischen Unterstützung für „seinen“ Nahverkehrsplan. Und er rechnet vor: 220 bis 250 Millionen Euro sind für das Projekt „Stadtbahn Dresden 2020“ avisiert, 45 bis 50 Millionen Euro müssen die DVB ohnehin pro Jahr investieren, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Eingeschlossen in diesen Jahresbetrag ist die Anschaffung neuer Busse und Bahnen. Zwar steht noch nicht fest, wann die ersten Bahnen der neuen, dann breiteren Generation bestellt werden sollen, einen einstelligen Millionenbetrag kosten sie aber auf jeden Fall. Zum Vergleich: Die aktuellen Stadtbahnen haben pro Zug bis zu drei Millionen Euro gekostet. Die ältesten dieser Bahnen kommen mittlerweile in die Jahre, sagt Hemmersbach. Sie wurden 1996 in Dienst gestellt und haben seitdem jährlich rund 80000 Kilometer im Linieneinsatz zurückgelegt - macht bis zu 1,6 Millionen Fahrkilometer pro Bahn.

Kopfschmerzen bereiten den DVB-Verantwortlichen vor allem Tage, an denen Fahrgast-Spitzenwerte erzielt werden. Dann wird es in Bussen und Bahnen mitunter heute schon enger, als den Nahverkehrsplanern lieb ist. Hemmersbach nennt Tage mit besonders hohen Fahrgastzahlen ein „Eldorado für den Nahverkehr“. Der Kirchentag im Sommer 2011 war eine solche Zeit. Damals zählten die Verkehrsbetriebe täglich fast 500.000 Kunden in Bus und Bahn. Der Grund: Zigtausende Gäste hielten sich in Dresden auf und nutzten den öffentlichen Nahverkehr. Heute erzielen die DVB solche Zahlen ohne solche Großevents. An allen Adventssonnabenden fuhren im vergangenen Jahr so viele Menschen mit den Dresdner Straßenbahnen und Bussen wie beim Kirchentag. Deshalb machen sich Vorstand Andreas Hemmersbach und seine Kollegen jetzt dafür stark, dass die Verkehrsbetriebe auch in Zukunft steigende Fahrgastzahlen verkraften können.

Von Christoph Springer

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