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Die Hälfte der Radler fällt bei einer Kontrolle in Dresden durch

Fahrradstaffel der Polizei in Saison gestartet Die Hälfte der Radler fällt bei einer Kontrolle in Dresden durch

Zumindest tagsüber nähert sich die Lufttemperatur derzeit frühlingshaften Werten. Für viele Dresdner ist es das Signal, ihren Drahtesel aus dem Keller hervorzuholen. Hatten einige winterfeste Radler vor Wochen noch die Radwege für sich allein, herrscht dort inzwischen wieder Gedränge.

Je wärmer die Temperaturen, desto mehr Radler sind unterwegs. Für die Fahrradstaffel der Dresdner Verkehrspolizei bedeutet das viel Arbeit.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Zumindest tagsüber nähert sich die Lufttemperatur derzeit frühlingshaften Werten. Für viele Dresdner ist es das Signal, ihren Drahtesel aus dem Keller hervorzuholen. Hatten einige winterfeste Radler vor Wochen noch die Radwege für sich allein, herrscht dort inzwischen wieder Gedränge. Grund genug für die Fahrradstaffel der Dresdner Verkehrspolizei, ebenfalls in die Saison zu starten. Erstmals nutzen sie dabei im Herbst vergangenen Jahres angeschaffte Pedelecs.

Seit Wochenbeginn kontrollieren die Polizisten Radler. Die Bilanz vom Montag allein zeige, dass das auch nötig sei, meint Polizeihauptkommissar Jürgen Jacobs dazu lapidar. Von 35 überprüften Radfahrern hatte knapp die Hälfte gegen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung verstoßen. Insbesondere das Befahren gemeinsamer und getrennter Radwege in falscher Fahrtrichtung sei ein wiederkehrender Kritikpunkt gewesen.

20 Euro Verwarngeld nimmt die Polizei, wenn sie einen Falschfahrer im Fahrradsattel erwischt. Sieben Radler mussten diese Summe am Schlesischen Platz bezahlen, zwei an der Könneritzstraße, vier an der Ammonstraße, zwei auf der Carolabrücke.

Es gibt einen trifftigen Grund dafür, dass die Polizei bei diesen Vergehen so genau hinsieht. „Bei dieser Fahrweise ist das Unfallrisiko besonders hoch“, sagt Polizeihauptkommissar Jacobs. Zum einen weil Autofahrer im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich aus der falschen Richtung oft keine Radler erwarteten. „Zum anderen ist die Kollisionsgefahr mit entgegenkommenden Fußgängern aufgrund der begrenzten Fahrbahnbreite deutlich höher.“ Die vermeintliche Bagatellsünde kann sehr schnell schwer wiegende Folgen haben. Radfahrer seien per se gefährdeter als andere Verkehrsteilnehmer, sagt Jacobs. Wenn es zum Unfall kommt, müssen sie oft genug schwere Verletzungen erleiden. Deshalb bleibe der Radverkehr „ein Schwerpunkt unserer Verkehrsüberwachung“, wie Jacobs sagt.

Eine offenbar richtige Einschätzung, wie auch schwerere Vergehen von Radlern zeigen. Zwei Bußgeldverfahren mussten die Fahrradpolizisten wegen „Rotfahrens“ einleiten. Festgestellt haben die Beamten die Verstöße an der Kreuzung Louisenstraße/Rothenburger Straße und auf der Bautzner Straße.

Von Uwe Hofmann

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