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DVB machen auf Alkoholverbot in Bus und Bahn aufmerksam

Neue Piktogramme DVB machen auf Alkoholverbot in Bus und Bahn aufmerksam

In allen Bussen und Bahnen haben die DVB neue Piktogramme angebracht, die auf das Verzehrverbot alkoholischer Getränke hinweisen. Das ist aber eher Klarstellung als Neuheit, denn im gesamten VVO ist in Bussen und Bahnen das Essen und Trinken grundsätzlich verboten.

Die DVB verdeutlichen mit Piktogrammen ein Alkoholgenussverbot.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  218 Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fahrern hat es im vergangenen Jahr in Dresden gegeben. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich mit Partnern an der Aktionswoche „Kein Alkohol unterwegs!“ zu beteiligen, die bundesweit ab Sonnabend bis zum 21. Mai läuft. „Das Unfallrisiko steigt bereits bei geringem Alkoholeinfluss – nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind“, sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke).

Die Öffentlichen nehmen und dort einfach weiter trinken sei aber auch keine Lösung. Das findet zumindest Lars Seiffert, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Mit Sorge betrachte er, dass Partygänger schon auf der Hinfahrt in Straßenbahnen und Bussen „vorglühen“ oder auf dem Heimweg einen „Absacker“ nehmen. Das „Wegebier“ sei inzwischen sogar tagsüber zu beobachten. „Insbesondere Kinder und Jugendliche erleben damit ein falsches Vorbild“, sagt Seiffert.

In allen Bussen und Bahnen der DVB hat man deshalb neue Piktogramme angebracht, die auf das Verzehrverbot alkoholischer Getränke hinweisen. Allerdings ist im gesamten Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in Bussen und Bahnen allgemein das Essen und Trinken verboten. „Wir werden die Einhaltung nicht schärfer kontrollieren als bisher auch“, sagt DVB-Sprecherin Anja Erhardt. Mit den Piktogrammen wolle man vor allem für das Problem sensibilisieren. In diese Kerbe haut auch Sozialbürgermeisterin Kaufmann. „Wir wollen alle, die Alkohol trinken, dazu anregen, über ihren Konsum selbstkritisch und frühzeitig nachzudenken“, sagt sie. 30 Prozent der Dresdner trinken derzeit zu viel.

Die Dresdner Fahrerlaubnisbehörde erhielt im Jahr 2016 insgesamt 468 Polizeimitteilungen aufgrund von Alkohol im Straßenverkehr. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2013 (226). In 83 Fällen musste das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge, etwa Mofa und Fahrräder verboten werden. 2015 waren es 87 und im Jahr zuvor 65 Verbote.

Von uh

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