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DVB investierten mehr als 20 Millionen Euro in Betriebshof Trachenberge

Dresden DVB investierten mehr als 20 Millionen Euro in Betriebshof Trachenberge

„So ein Betriebshof ist nie fertig“, sagt Lars Seiffert, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Am wenigsten fertig ist derzeit der Betriebshof Trachenberge, denn während die Höfe in Gorbitz, Reick und Gruna saniert sind, ist ausgerechnet am Sitz der DVB-Verwaltungszentrale seit der Wende nicht viel geschehen. Das ändert sich nun

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DVB-Vorstand Lars Seiffert am Ort des Geschehens. Gut ist die Ständeranlage für das Dach zu erkennen, dahinter entsteht eine neue Abstellanlage, die überdacht wird.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „So ein Betriebshof ist nie fertig“, sagt Lars Seiffert, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Am wenigsten fertig ist derzeit der Betriebshof Trachenberge, denn während die Höfe in Gorbitz, Reick und Gruna saniert sind, ist ausgerechnet am Sitz der DVB-Verwaltungszentrale seit der Wende nicht viel geschehen. Das ändert sich nun: Weil die ab 2021 erwarteten neuen Stadtbahnwagen einen Gleisabstand von 2,65 Meter benötigen, besteht dringender Handlungsbedarf. Die meistenteils aus den 1980er Jahren stammenden Gleise auf dem Betriebshof an der Trachenberger Straße haben 2,60 Meter Abstand, wie Infrastrukturchef Leonhard Hanusch sagt. „Es ist nötig, dass wir jetzt etwas tun“, sagt Seiffert.

Die DVB haben deshalb die großangelegten Umbaupläne wieder herausgekramt, für die es seit 2010 Baurecht gibt. Sie lassen sich nur schwer umsetzen, weil es anders als früher keine Ausweichbetriebshöfe mehr gibt, die etwa die Sanierung von Reick oder Gorbitz ermöglicht haben. „Und wir können Trachenberge nicht einfach vom Netz nehmen“, betont Seiffert. Das Unternehmen hat sich deshalb für eine Scheibchentaktik entschieden.

Im Prinzip gehen die DVB sei 2011/12 auf diese Weise vor. Damals wurden bereits in einem Teil der Abstellfläche neue Gleise verlegt. In dem Areal hat man auch Metallständer errichtet, die ein Dach tragen können. Für das Dach selbst hat dann das Geld gefehlt – ein Zustand der seither in Sachen Trachenberge anhielt. „Wir haben lieber in Vorhaben investiert, die unseren Fahrgästen direkte Verbesserungen bringen“, begründet Seiffert.

Nun also wird der nächste, 20,6 Millionen Euro teure Schritt getan. In diesem Jahr finden dafür vorbereitende Arbeiten statt. So wird das Gebäude abgerissen, in dem früher eine Schleiferei untergebracht war. Sie wird nicht mehr benötigt, weil diese Arbeiten in Gorbitz erledigt werden. Außerdem werden rund 800 Meter neues Gleis vor allem für eine neue Umfahrung gelegt, für die auch die „Weihnachtsbaumplantage“ der DVB geopfert wird. Es handelt sich um eine ehemalige Gärtnerei, die die Verkehrsbetreibe vor Jahren schon als Erweiterungsfläche gekauft haben. Von den dort wachsenden Nadelbäumen zierte in den letzten Jahren in der Weihnachtszeit immer eine das Verwaltungsgebäude.

Im nächsten Jahr werden rund 1000 Meter neue Gleise verlegt. Unter anderem werden sämtliche Gleisharfen ausgetauscht, das sind die Stellen, an denen die einzelnen Gleise vom Hauptgleis abzweigen. Sie sind komplett zerschlissen. Neben der 2012 errichteten Abstellanlage entsteht eine neue, beide Anlagen werden überdacht. Da der Bertriebshof Trachenberge einmal als ökologische Anlage firmieren soll, erhalten sie eine Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage auf Ständern obendrauf. „Die Statik lässt das zu“, sagt Infrastrukturchef Hanusch. Vom Dach sollen vor allem die Reinigungskräfte profitieren, die derzeit bei Wind und Wetter die im Freien stehenden Bahnen reinigen müssen.

Spätestens im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten beendet sein – das hängt auch davon ab, wie gut sich die etwa betroffenen 70 Bahnen auslagern lassen. Dann müssen noch die Werkstätten in Gorbitz für die neuen Stadtbahnwagen angepasst werden, indem etwa Hebebühnen und Toreinfahrten verändert werden. Erst dann können sich die DVB dem dritten Bauabschnitt in Trachenberge zuwenden, bei dem vor allem die Umfahrung geändert werden soll. „Doch das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Seiffert.

Von Uwe Hofmann

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