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Carsharing boomt auch in Dresden

Einsteigen, losfahren, abgeben Carsharing boomt auch in Dresden

Immer weniger Menschen in Großstädten nutzen ihr eigenes Auto – viele westdeutsche Städte dienten in den vergangenen Jahren als Musterbeispiel beim sogenannten Carsharing, doch Dresden holt jetzt auf. Neben den klassischen stationären Anbietern boomt derzeit vor allem der Markt mit privater Fahrzeugvermietung.

Carsharing wird immer beliebter. Dresden holte mit diesem Konzept in den vergangenen Jahren enorm auf.

Quelle: teilAuto

Dresden. Mit dem sogenannten Carsharing etabliert sich in Dresden derzeit ein neues Mobiliätskonzept in rasantem Tempo. „Mittlerweile ist Dresden bei uns unter führenden zehn Städten in Deutschland“, erklärt Malte Behrendt, Geschäftsführer der Onlineplattform tamyca. Dort können Privatpersonen ihre Fahrzeuge zum Carsharing anbieten. Deshalb verzichten nun immer mehr Dresdner auf ein eigenes Auto, nutzen stattdessen ein fremdes.

„Zur Zeit sind im Raum Dresden knapp 2000 Mitglieder registriert. Je nach Wetter und Jahreszeit stehen damit durchschnittlich 100 bis 200 Fahrzeuge zur Verfügung“, so Behrendt weiter. Wer ein Fahrzeug mieten möchte, kann sich auf der Website per Karte die Standorte der Fahrzeuge anzeigen lassen und auswählen. „Die Schlüsselübergabe erfolgt persönlich. Das Fahrzeug ist während der Fahrt dann über uns versichert und muss nach der Benutzung an einen vereinbarten Standort zurückgebracht werden“, ergänzt der tamyca-Geschäftsführer.

Ein klassischeres Konzept bietet dagegen die Firma teilAuto an. Sie stellt derzeit über 230 Autos an etwa 130 festen Stationen im Stadtgebiet zur Verfügung. „Wir sind seit 2006 in Dresden. Seit dem wächst die Nachfrage sehr dynamisch“, erklärt Pressesprecherin Franziska Wilhelm. Mit etwa 8000 Nutzern steht Dresden hinter Leipzig derzeit an zweiter Stelle im Mitteldeutschen Raum. „In Leipzig sind wir aber schon seit dem Jahr 2000. Dresden holt rasant auf“, so Wilhelm weiter. Teilauto setzt dabei auch auf innovative Technik. Beispielsweise gibt es in der Landeshauptstadt derzeit 3 Elektro-Golfs. Zudem können die Nutzer die Autos direkt über eine Smartphone-App buchen und gleichzeitig auch öffnen.

Die Preise sind je nach Anbieter und Nutzungswunsch sehr unterschiedlich. Entweder ergibt sich eine Nutzungsgebühr aus Dauer und gefahrenen Kilometern, oder es wird ein Pauschalpreis beispielsweise für einen ganzen Tag abgerufen. Die Preise bewegen sich dabei je nach Fahrzeug und Anbieter von 20 bis 70 Euro pro Tag. Das sogenannte „free-floating“-Konzept, bei dem Fahrzeuge beliebig in der Stadt wieder abgestellt werden können, hat sich in Dresden dagegen noch nicht durchsetzen können. Neben den Anbietern von Privatfahrzeugen arbeiten die beiden großen kommerziellen Carsharing-Anbieter, teilAuto und Greenwheels, zur Zeit weiter stationsbasiert.

Auch die Stadt Dresden versucht derzeit, Menschen für das Carsharing zu begeistern. Dazu wurde kürzlich eigens eine Internetseite geschaffen, die sich vor allem an Pendler richtet. Unter dem Motto „Parken und Mitnehmen“ werden Carsharing-Interessierte auf www.dresden.de/parkenundmitnehmen über Carsharing-Stationen, Pendlerparkplätze, Versicherungs- und Rechtsfragen sowie über alle nötigen Details informiert. Zudem ist teilAuto offizieller Partner der Dresdner Verkehrsbetriebe. DVB-Kunden erhalten deshalb Rabatte bis zu 50 Prozent auf deren Angebot.

Von Sebastian Burkhardt

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