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Baustopp an der Oskarstraße wird teuer für Stadt und Verkehrsbetriebe

Dresden-Strehlen Baustopp an der Oskarstraße wird teuer für Stadt und Verkehrsbetriebe

Nach einem Spitzentreffen von Stadt, Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) und Drewag am Freitagnachmittag gibt es nun mehrere Szenarien dafür, wie mit dem vom Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) verhängten Baustopp an der Oskarstraße umzugehen ist. Klar ist in jedem Fall: Die derzeit mit rund 20 Millionen Euro angegebenen Baukosten werden steigen.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Dresden. Nach einem Spitzentreffen von Stadt, Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) und Drewag am Freitagnachmittag gibt es nun mehrere Szenarien dafür, wie mit dem vom Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) verhängten Baustopp an der Oskarstraße umzugehen ist. Klar ist in jedem Fall: Die derzeit mit rund 20 Millionen Euro angegebenen Baukosten werden steigen, wie Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts sagt. Und die Mehrkosten tragen Stadt und DVB. „Wir sind es ja auch, die bauen“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Er folgt damit einer Lesart der Landesdirektion Sachsen (LDS). Nach der habe das „Risiko, den Bau aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung einstellen zu müssen, bei den DVB“ gelegen, wie Sprecher Ingolf Ulrich mitteilt. „Man hätte auch warten können, bis über den Antrag abschließend gerichtlich wurde.“ Das hätte mehrere Jahre dauern können, so lange wollten sich DVB und Stadt nicht gedulden, nachdem schon das nun vom OVG wegen Formfehlern beanstandete Planfeststellungsverfahren bei der LDS mehr als zwei Jahre gedauert hatte.

Für die erste Variante setzt sich vor allem die Drewag ein, die eine Fernwärmeleitung erneuern und verlegen will. Der Versorger hat die Hoffnung, dass er das darf, weil das Vorhaben nichts mit dem beklagten Projekt, dem Bau einer neuen Straßenbahntrasse auf 1,2 Kilometer, zu tun hat. Bis Anfang Mai brauche man eine Entscheidung, ob die Drewag weiter machen kann, sagt Geschäftsführer Gerd Kaulfuß. Wenn nicht, müsste das Projekt im nächsten Jahr neu angegangen werden, da die Drewag nur in den Sommermonaten bauen kann.

Das führt zur Variante Zwei. Wenn auch die Drewag, die derzeit noch begonnene Arbeiten an Leitungsnetzen zu Ende führt, dem Baustopp unterliegt, will die Stadt die derzeit zwischen Wiener Straße und Wasaplatz aufgerissene Oskarstraße sichern. Es gebe Überlegungen, dort eine provisorische Schwarzdecke aufzubringen, sagt der Baubürgermeister. Kostenpunkt: 350 000 bis 400 000 Euro, wie Koettnitz anfügt. Auch dazu will man bei OVG anfragen, ob man das überhaupt darf, ohne den Baustopp zu gefährden. An den wollen sich Stadt und DVB ansonsten peinlichst halten, weil die eingeplanten Fördermittel nur fließen, wenn Baurecht herrscht. Wann das wieder eintreten könnte, sei derzeit nicht abzusehen, sagt Schmidt-Lamontain.

Von uh

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