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Williams warnt nach Rekordsieg: "Wahre Serena kommt noch"

Tennis Williams warnt nach Rekordsieg: "Wahre Serena kommt noch"

Roger Federer hinter sich gelassen, einen weiteren Rekord aufgestellt und die Konkurrenz um Angelique Kerber & Co. gewarnt: Serena Williams zeigt bei den US Open bislang keine Zeichen von Schwäche. Selbst Steffi Graf würde ihr die ganz besondere Bestmarke gönnen.

New York. Jetzt hat Serena Williams auch Roger Federer überflügelt. Mit ihrem 308. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier gelang der außergewöhnlichen Amerikanerin nicht nur ein Tennis-Rekord (vermutlich) für die Ewigkeit.

Die 34-Jährige schickte mit ihrem Viertelfinal-Einzug bei den US Open auch eine einschüchternde Botschaft an die Konkurrenz um Angelique Kerber & Co. "Die wahre Serena kommt noch, sie ist noch nicht ganz wieder da", sagte Williams vor ihrem Kampf um den Einzug in das Halbfinale gegen die Rumänin Simona Halep am Mittwoch. Nach all den Spekulationen um Form und Verfassung tritt die 22-malige Grand-Slam-Turniersiegerin so dominant auf, als hätte es ein Olympia-Aus in der dritten Runde oder eine Absage für Cincinnati wegen Schulterproblemen nie gegeben.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich immer noch spiele", sagte Williams nach ihrem 6:2, 6:3-Erfolg gegen Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan in einer Mischung aus Koketterie und Understatement. "Jetzt sehe ich nicht wirklich, wann ich aufhören werde, weil ich diese Momente da draußen auf dem Platz genieße, Rekorde breche, von deren Existenz ich gar nichts wusste oder die ich nie für möglich gehalten habe."

Nun wurde ihrer sportlichen Vita ein weiterer imposanter Meilenstein hinzugefügt. 308 Siege bei einem der vier wichtigsten Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open) hat noch kein anderer Tennisprofi geschafft. Roger Federer hat bislang 307 Partien bei Grand-Slam-Turnieren gewonnen. Die legendäre Martina Navratilova (306) hatte Williams schon vorher als Rekordhalterin abgelöst.

Von den noch aktiven Profis folgen hinter Williams und Federer mit schon gehörigem Abstand Venus Williams (242) und Novak Djokovic (226/vor seinem Viertelfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga in der Nacht zu Mittwoch) in dieser Kategorie - sehr wahrscheinlich also, dass Williams dieser Rekord nicht mehr streitig gemacht wird.

"Es ist eine gewaltige und bedeutende Zahl. Es sagt etwas aus über die Länge meiner Karriere und die Konstanz. Das ist etwas, worauf ich stolz bin", sagte Williams, als sie zur Pressekonferenz erschien und ihr extravagantes Tennis-Outfit mit den rosafarbenen Handschuh-Ärmeln gegen ein schnödes Funktions-T-Shirt eingetauscht hatte.

Es ist jedoch nicht die erste gewaltige und bedeutende Zahl. Dass Williams mit einem 23. Grand-Slam-Triumph an Steffi Graf (22) vorbeiziehen und mit dann 187 Wochen nacheinander an der Spitze der Weltrangliste Deutschlands Tennis-Legende auch diesen Rekord abjagen würde, ist seit Wochen Dauerthema. Dass sie aber im bisherigen Turnierverlauf erst einen einzigen Breakball gegen sich zuließ (und diesen natürlich abwehrte), imponiert fast genauso sehr.

Sollte Williams am Samstag im Finale Sieg Nummer 311 feiern, bleibt sie auch die Nummer eins der Welt. Und selbst Steffi Graf drückt ihr die Daumen. "Rekorde sind dafür da, um gebrochen zu werden. Sie hat so viel für diesen Sport getan. Sie arbeitet so hart. Ich hoffe, dass sie ihn bricht", sagte Graf vor kurzem dem Fernsehsender CNN.

Erst einmal wartet aber die an Nummer fünf gesetzte Halep. Von acht Vergleichen hat Williams nur einen verloren. "Für mich macht es eigentlich keinen Unterschied, gegen wen ich spiele", sagte Williams. "Ich muss damit rechnen, dass sie versuchen, das Match ihres Lebens zu spielen." Sonst wird es auch schwer gegen diese Serena Williams.

dpa

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