Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Theater auf Platz: Maria nach French-Open-Aus beim Anwalt

Tennis Theater auf Platz: Maria nach French-Open-Aus beim Anwalt

Dieses Tennismatch hat vielleicht noch ein Nachspiel. Tatjana Maria lässt sich nach ihrem denkwürdigen French-Open-Aus beraten, ob das Verhalten der Unparteiischen etwas für die Juristen ist. Auf dem Platz bekam sie am Freitag eine Revanche gegen Alizé Cornet.

Voriger Artikel
Handgelenk stoppt traurigen Nadal bei French Open
Nächster Artikel
Wawrinka souverän ins Achtelfinale der French Open

Tatjana Maria war nach ihrer Niederlage richtig sauer auf Alize Cornet.​​​

Quelle: Etienne Laurent

Paris. Tatjana Maria war nach dem schlimmsten Match ihrer Tennis-Karriere außer sich - ihr Ehemann und Trainer war beim Anwalt in Paris. Die fragwürdigen Umstände beim 3:6, 7:6 (7:5), 4:6 gegen die Französin Alizé Cornet will die einstige deutsche Fed-Cup-Spielerin nicht einfach hinnehmen.

Ob daraus rechtliche Schritte resultieren und gegen wen, konnte Maria noch nicht sagen. Die Niederlage will sie akzeptieren. "Es geht mir nicht darum, gegen Alizé vorzugehen", betonte sie trotz des übertrieben theatralisch erscheinenden Verhaltens ihrer Kontrahentin.

Cornet hatte am Ende des zweiten Satzes Krämpfe im rechten Oberschenkel. Die Tennis-Regeln verbieten aber eine Behandlungspause bei Krämpfen. Trotzdem nahm sie sich eine Auszeit und gab dafür später Probleme an der linken Hüfte an. Einmal ließ sie sich zu ihrem Stuhl führen - das sah dramatisch aus und ist nicht erlaubt. Die Pausen zwischen den Seitenwechseln waren sehr lang, aber die kroatische Schiedsrichterin reagierte nicht.

Das brachte Maria vor Wut und Enttäuschung nach dem Aus gar zum Weinen. "Es tut total weh, wenn man so ein Match verliert, wenn man normal zu Ende spielen will", klagte die 28 Jahre alte verheiratete Mutter und machte Cornet nach dem Match klar, was sie von ihr hält. "Ich weiß nicht, in welcher Welt dieses Mädchen lebt", schimpfte Maria.

"Hollywood calling", twitterte Bundestrainer Barbara Rittner. "Ich stehe dazu. Ich fand es mehr als grenzwertig, ich fand es unsportlich", fügte sie im TV-Sender Eurosport hinzu. "Wenn mal Krämpfe hat, spielt man so nicht weiter." Cornet beteuerte indes: "Ich respektiere die Regeln." Marias Vorwurf, sie habe das Fairplay missachtet, wies die Lokalmatadorin zurück. "Ich verstehe, dass sie enttäuscht ist. Das Match war sehr hart für uns beide."

Für Maria war es das auch psychisch, denn sie hatte die Zuschauer gegen sich, die pfiffen, wenn sie Cornet mit einem Stoppball zum Sprinten zwang. "Ich wünschte, die Deutschen wären auch so", sagte sie eher sarkastisch. Letztlich aber spielte die Bad Saulgauerin auch taktisch nicht klug genug. "Ich hätte Druck machen müssen, ich hätte dran bleiben müssen", sagte sie.

Nach ihrer Tennis-Laufbahn will Tatjana Maria ihre Kontrahentin keinesfalls wiedersehen, Los und Spielplan führten beide am Freitag schon wieder auf den gleichen Platz. Maria bekam ihre Revanche, gewann mit der Amerikanerin Madison Brengle gegen Cornet und die Polin Magda Linette 6:4, 2:6, 6:1 und erreichte das Achtelfinale.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Tennis
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr