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Strengere Kontrollen auch bei French Open

Tennis Strengere Kontrollen auch bei French Open

Das Thema Sicherheit bei Sportveranstaltungen spielt in Frankreich nicht nur vor der Fußball-EM eine große Rolle. Neben den Organisatoren der Tour de France haben auch die Veranstalter der French Open reagiert.

Paris. Die Kontrollen beim Tennis sind schärfer.

Aus den Lautsprechern in der Avenue Gordon Bennett erklingt unaufdringliche Fahrstuhl-Musik. Eine freundliche Frauen-Stimme auf Französisch erklärt den wartenden Tennis-Fans, dass Rucksäcke geöffnet werden müssen und unerlaubte Gegenstände einbehalten werden. Eine Männer-Stimme vom Band wiederholt auf Englisch sofort danach diese Information vor dem Zuschauereingang zum Pariser Stade Roland Garros, wo derzeit die French Open stattfinden.

Fünf Tage nach dem Herren-Endspiel am 5. Juni beginnt im Norden der französischen Hauptstadt in Saint-Denis die Fußball-EM mit dem Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien. Um die Ecke der Tennis-Anlage wird ebenfalls gespielt, dort liegt das Prinzenpark-Stadion, die Vorbereitungen laufen.

Seit den verheerenden Anschlägen am 13. November 2015 sind die Sicherheitsmaßnahmen in Paris drastisch verschärft worden. Das spüren auch die als friedlich geltenden Tennis-Zuschauer, die in der von großen Bäumen gesäumten Allee auf Einlass warten. Es gibt deutlich mehr Absperrgitter als früher und Sicherheitskontrollen schon deutlich vor dem Stadion. Es gibt Scanner, Leibesvisitationen, Taschenkontrollen - auch die Ballkinder werden abgetastet. Die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers wollen das Gefühl von möglichst viel Sicherheit vermitteln.

"Ich denke, man muss den Profis vertrauen", sagte der neue Turnierdirektor Guy Forget der "New York Times" zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden. Der einstige Weltklassespieler unterstreicht: "Wir wollen so nahe wie möglich daran kommen, dass wir null Risiko haben. Und wir befolgen das, was sie uns sagen, Buchstabe für Buchstabe."

Bisher scheint es, als würden plötzlich gesperrte Wege und Straßen, längere Wartezeiten und die Körperkontrollen als unvermeidliche Übel von fast allen klaglos hingenommen. Ungeduldige Journalisten wurden nach einigen Tagen gewarnt, über Absperrgitter zu klettern. Andernfalls drohe der Rauswurf vom Turnier.

Auch die Spieler und Spielerinnen müssen ihre großen Tennis-Taschen öffnen. "Wir werden mehr kontrolliert als letztes Jahr. Das ist normal, ich habe kein Problem damit", sagte Tobias Kamke nach seinem Erstrunden-Aus. Der Lübecker hatte in der vorigen Woche schon die Qualifikation absolviert und stellte noch einmal einen Unterschied bei der Strenge der Kontrollen fest, als das Turnier am Sonntag begonnen hatte und trotz Regens mehr Menschen zur Anlage kamen.

Für Weltreisende wie die Tennis-Profis sind die gestiegenen Sicherheitsstandards bei den French eh nichts Ungewöhnliches. "Mehr war's auf jeden Fall", sagte Philipp Kohlschreiber. Die deutsche Nummer eins verwies aber auf die US Open in New York, wo nach den Anschlägen am 11. September 2001 entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden. "Da wird sogar mit Spiegeln unter dem Auto kontrolliert", berichtete Kohlschreiber, "das soll abschrecken." Beim Turnier im New Yorker Bezirk Queens ging bislang immer alles gut.

dpa

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