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Leidgeprüfter del Potro vor Sand-Comeback

Tennis Leidgeprüfter del Potro vor Sand-Comeback

2009 erlebte Juan Martin del Potro bei den US Open seinen Höhepunkt - 2015 war der Tennisprofi kurz davor, alles hinzuwerfen. Frustriert von drei Handgelenks-OPs dachte er ans Karriereende. Nun probiert er es noch einmal. In München gibt del Potro sein Sandplatz-Comeback.

München. Juan Martin del Potro schien nicht zu übertreiben, als er die Bedeutung des Münchner Tennisturniers für sich selbst beschrieb. "Diese Woche ist wichtig für mich", sagte der Argentinier einen Tag vor seinem Erstrundenspiel am Dienstag gegen den Deutschen Dustin Brown.

Wenn ein vergleichsweise kleines Event wie die BMW Open für einen ehemaligen US-Open-Sieger und Weltranglisten-Vierten von Bedeutung ist, hat das meist außergewöhnliche Gründe. Bei del Potro sind es die vergangen beiden Jahre, in denen er nach drei Operationen am Handgelenk kaum gespielt hatte und fast seine Karriere beendete.

Aber der 27-Jährige will es noch einmal wissen. "Die Ärzte sagen, alles wird okay", erzählte del Potro am Montag. "Aber niemand weiß, wann." Das ist für den Südamerikaner aber offenbar nur eine kleines Problem, er will geduldig sein. "Ich will für den Rest meiner Karriere gesund Tennis spielen. Dem nähere ich mich immer weiter an."

Vor seinen Verletzungen war der argentinische Fußball-Fan mit der doppelhändigen Rückhand regelmäßig Hauptdarsteller bei ganz großen Tennis-Shows: Im Finale der US Open 2009 etwa rang er Top-Favorit Roger Federer in fünf Sätzen nieder und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Bei Olympia in London 2012 bezwang er Novak Djokovic in der Partie um die Bronzemedaille.

Von solchen Triumphen konnte del Potro 2014 und 2015 nur träumen, als er den Großteil der Saison frustriert in der Reha verbrachte. "Ich habe mir Tennis nicht mal mehr im Fernsehen angesehen", erzählte er jüngst in einem ATP-Interview. "Ich war kurz davor, aufzuhören."

Dass der sympathische und beliebte Südamerikaner doch noch die Kurve kriegte, verdankt er seinem Team und der Familie. "Sie standen die ganze Zeit hinter mir. Sie haben mich getrieben, zum Training, zum Physio, in das Gym. Ihretwegen habe ich nicht aufgegeben."

Der Anfang des Jahres bis auf Platz 1045 abgerutschte und inzwischen auf Weltranglistenposition 337 geführte Argentinier will sich Zeit lassen beim Comeback, das er im Februar in Delray Beach in Florida startete. Seine Ziele sind bescheiden: "Wieder normal Tennis zu spielen und mein Handgelenk völlig ausheilen zu sehen, das wird sein, wie ein großes Turnier zu gewinnen", sagte er. "Ich brauche Zeit, um Vertrauen zu bekommen, wieder mein bestes Level zu spielen."

In München spielt er erstmals seit Mai 2013 wieder auf Asche, für sein malades Handgelenk ist dies eine größere Herausforderung als der Hartplatz. Außerdem sorgen Kälte und Schnee in diesen Tagen für eine zusätzliche Herausforderung. Die Laune will er sich vom Wetter nicht verderben lassen. "Das könnte ein Spaß werden", sagte del Potro.

dpa

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