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Kerber will wissen - "Finals setzen neue Kräfte frei"

Tennis Kerber will wissen - "Finals setzen neue Kräfte frei"

Bei ihrer dritten WM-Teilnahme will Angelique Kerber erstmals ins Halbfinale. Dafür mobilisiert die deutsche Nummer eins noch einmal alle Kräfte. Bei der Auslosung lief es schon einmal gut.

Singapur. Zieht man nur die Statistik zur Rate, kann die Siegerin der WTA-Championships eigentlich nur einen Namen haben: Angelique Kerber.

Schließlich ist Deutschlands Nummer eins mit vier Titeln im Gepäck nach Singapur gereist, wo die acht besten Tennis-Damen von diesem Sonntag an ihre Weltmeisterin ermitteln. Nur die in der asiatischen Metropole wegen Erschöpfung fehlende Weltranglisten-Erste Serena Williams war mit fünf Triumphen in diesem Jahr noch erfolgreicher.

Doch weil Kerber bei ihren bisherigen beiden Teilnahmen beim Saisonabschluss nur eine von sechs Partien gewinnen konnte und 2012 und 2013 jeweils bereits in der Gruppenphase ausschied, will sie von einer vermeintlichen Favoritenrolle nichts wissen. "Eine direkte Favoritin gibt es meiner Meinung nach nicht, auch weil Serena abgesagt hat", sagte Kerber im Vorfeld des mit sieben Millionen Dollar dotierten Events der Deutschen Presse-Agentur. "Ich möchte natürlich so viele Matches gewinnen wie möglich, mache mir aber keinen Druck, etwas bestimmtes erreichen zu müssen."

Die Auslosung am Freitag, zu der Kerber im schwarzen Abendkleid erschienen war, verlief für sie schon einmal günstig. Kerber trifft in der Weißen Gruppe auf die Spanierin Garbine Muguruza sowie die beiden Tschechinnen Petra Kvitova und Lucie Safarova. In der Roten Gruppe spielen Simona Halep (Rumänien), Maria Scharapowa (Russland), Agnieszka Radwanska (Polen) und Flavia Pennetta (Italien) die beiden Halbfinalistinnen aus. Die zuletzt angeschlagene Kvitova und Safarova scheinen schlagbar, mit Muguruza hat Kerber nach den Niederlagen in Paris und Wimbledon noch eine Rechnung offen.

Es wäre an der Zeit, dass Kerber ihr Potenzial auch mal wieder auf der großen Bühne unter Beweis stellt. Schließlich beinhaltet die Geschichte von Kerbers Jahr 2015 auch, dass sie bei den vier Grand-Slam-Turnieren nicht einmal die zweite Woche erreichte.

Doch Kerber selbst sieht ihre Grand-Slam-Bilanz etwas anders. "Ich finde nicht, dass es grundsätzlich schlecht gelaufen ist. Natürlich habe ich die zweiten Wochen verpasst, aber gerade bei den US Open war ich sehr nah dran, habe aber gegen eine ganz starke Victoria Asarenka verloren", sagte Kerber. "Bei einem Grand Slam muss nun einmal alles zusammen passen. Ich werde nächste Saison wieder angreifen."

Um bei den WTA-Championships am Ende siegreich zu sein, braucht Kerber ebenfalls eine optimale Woche. Bundestrainerin Barbara Rittner traut ihr diese zu. "Wenn Angie das abruft, was sie kann und es schafft, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, dann gehört sie auf jeden Fall zu den Mitfavoritinnen", sagte Rittner.

Damit Kerber optimal vorbereitet zum Saison-Showdown reisen konnte, gönnte sie sich in der vergangenen Woche noch einmal eine kleine Auszeit und sagte ihre Teilnahme am Turnier in Moskau ab. "Ich hatte im Vorfeld von Moskau wieder Schmerzen im Rücken, ein Signal dafür, dass mein Körper eine Pause braucht. Die musste ich ihm geben", sagte die Nummer sieben der Welt. "Aber ich denke in Singapur wird alles ok sein", meinte die 27-Jährige, für die die Teilnahme in Singapur auch eine Bestätigung ist, "dass man eine gute, konstante Saison gespielt hat. Darauf bin ich stolz."

dpa

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