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Zweite Paralympics-Medaille für Nicoleitzik - Grebe holt Silber

Paralympics Zweite Paralympics-Medaille für Nicoleitzik - Grebe holt Silber

Die deutsche Mannschaft ist bei den Paralympics in Rio weiter erfolgreich auf der Tartanbahn und an der Tischtennisplatte. Claudia Nicoleitzik gewinnt ihre zweite Medaille, Stephanie Grebe holt Silber.

Rio de Janeiro. Leichtathletik und Tischtennis bleiben für die deutsche Mannschaft die Erfolgssportarten bei den Paralympics in Rio de Janeiro.

Wenige Stunden nach einem kompletten Medaillensatz auf der Tartanbahn feierte Claudia Nicoleitzik im Olympiastadion ihren zweiten Medaillenerfolg. Die Saarbrückerin lief am Dienstag über 200 Meter in 31,13 Sekunden auf den dritten Rang und feierte damit ihren zweiten Podestplatz nach Silber über 100 Meter.

An der Tischtennisplatte hatte zuvor Stephanie Grebe die dritte Silbermedaille in der Sportart nach Thomas Schmidberger und Valentin Baus geholt. Die an den Unterarmen und dem rechten Bein behinderte Spielerin von Borussia Düsseldorf unterlag in Finale der Kroatin Sandra Paovic glatt in drei Sätzen mit 2:11, 7:11 und 4:11.

Die Rollstuhl-Basketballerinnen sind mit einem Kantersieg ins Halbfinale eingezogen. Der Paralympics-Sieger von 2012 deklassierte Frankreich mit 76:28 (34:16) und spielt nun gegen die Niederlande um den erneuten Einzug ins Endspiel.

Nach 248 von 528 Entscheidungen rangierte die deutsche Mannschaft mit fünfmal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze weiterhin auf der elften Position der Nationenwertung. Unangefochten an Spitze stand China (53/41/28) vor Großbritannien (29/16/20) und der Ukraine (22/19/21).

"Nach dem Vorlauf habe ich gewusst, dass es sehr schwer werden wird, eine Medaille zu gewinnen. Aber jetzt bin ich einfach sehr glücklich, dass es mit der zweiten Medaille geklappt hat", sagte Nicoleitzik. Dabei machte der Sprinterin, die mit Bewegungsstörungen zu kämpfen hat, die große Hitze von weit mehr als 30 Grad zu schaffen. "Eigentlich mag ich das nicht, weil ich dann oft Probleme habe und Kopfschmerzen bekomme", berichtete sie.

Schon am Vorabend Ortszeit hatte das deutsche Team im Olympiastadion Grund zu ausgelassenem Jubel. Erst rannte die 4x100-Meter-Staffel mit dem Ausnahme-Leichtathleten Markus Rehm als Startläufer zu Gold. Anschließend kam die Leverkusenerin Irmgard Bensusan mit dem schnellsten Lauf ihrer Karriere zu Silber über 400 Meter.

In 59,62 Sekunden musste sie nur der Französin Marie-Amelie le Fur den Vortritt lassen, die in 59,27 Sekunden einen Weltrekord lief. Bei der WM 2015 in Katar war die gebürtige Südafrikanerin Bensusan, deren rechter Unterschenkel gelähmt ist, noch fast vier Sekunden langsamer gewesen. "Silber ist nicht Gold, aber als ich die Zeit gesehen habe, war ich einfach nur total glücklich", sagte sie.

Für einen Coup hatte David Behre gesorgt. Wenige Stunden vor seinem 30. Geburtstag gewann er kurz nach Staffel-Gold auch noch Bronze über 200 Meter in der Europarekordzeit von 21,41 Sekunden. "Nach deutscher Zeit habe ich die Bronzemedaille ja schon mit 30 Jahren geholt", sagte er. Staffelkollege Johannes Floors wurde im gleichen Rennen Vierter in 21,81 Sekunden.

Kurz vor Mitternacht in Rio qualifizierten sich dann auch noch die deutschen Rollstuhl-Basketballer für das Viertelfinale. Zum Abschluss der Vorrunde gewann das Team von Bundestrainer Nicolai Zeltinger gegen Gastgeber Brasilien mit 73:61 (33:27). Nach zwei Siegen und drei Niederlagen belegte die deutsche Mannschaft Platz vier in der Gruppe und trifft nun auf Spanien, dem Sieger der Staffel A.

dpa

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