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Zweite Chance - Barthels Kampf nach rätselhafter Krankheit

Tennis Zweite Chance - Barthels Kampf nach rätselhafter Krankheit

Wochenlang war Mona Barthel komplett außer Gefecht gesetzt. Nach ihrer rätselhaften Krankheit geht es der Tennisspielerin aus Neumünster nun wieder besser. In Wimbledon kämpft sie um den Einzug in die dritte Runde.

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Mona Barthel war lange außer Gefecht gesetzt.

Quelle: Facundo Arrizabalaga

London. Ihre Rückkehr auf die Tennis-Tour sieht Mona Barthel als "zweite Chance". Sieben Wochen lang lag die 25-Jährige fast nur im Bett. Sie war erschöpft, konnte kaum gehen, litt unter Schwindel. An Tennis war überhaupt nicht zu denken.

Sie rannte von Arzt zu Arzt, doch keiner vermochte ihr genau zu sagen, was sie hat. "Tennis war in der Zeit für mich gar nicht wichtig, sondern es war wichtig, dass ich wieder ein normales Leben führen kann", erzählte Barthel.

Inzwischen fühlt sich die Neumünsteranerin viel besser. Den ersten Schritt zurück ins Tennis-Geschäft machte sie bei den French Open. In Wimbledon freute sie sich nun erstmals seit Mitte Januar über einen Sieg und fordert am Mittwoch die Paris-Halbfinalistin Kiki Bertens. "Ich habe wieder mehr Vertrauen in meinen Körper. Es wird von Tag zu Tag besser", schilderte sie nach dem 6:2, 7:6 (7:3) gegen Danka Kovinic aus Montenegro. "Ich muss natürlich noch vorsichtig sein."

Im Dezember nahm die Weltranglisten-68. es nicht richtig ernst, als sie sich unwohl fühlte. Anfang Januar trat sie in Neuseeland an, reiste anschließend nach Melbourne und spielte die Australian Open. Als sie von da aus nach Hause kam, sei sie regelrecht "zusammengebrochen", berichtete Barthel. Sie konnte nicht allein einkaufen oder zu Untersuchungen fahren und fühlte sich auf ihre auf Eltern angewiesen. "Ich war unglaublich unselbstständig, ich war wie ein kleines Mädchen."

Nach der Leidenszeit achtet sie jetzt intensiver auf sich. Sie zwingt sich nicht, sich im Training zu quälen, wenn sie merkt, dass die Kräfte nachlassen. Aber sie will es noch einmal wissen. Für ihren Neuanfang hat sie den einstigen Doppelspezialisten und ehemaligen Trainer von Sabine Lisicki, Christopher Kas, engagiert. Bei Platz 23 als bester Weltranglisten-Platzierung und drei WTA-Titeln will sie nicht hängen bleiben. "Ich habe das Gefühl, dass noch mehr in mir drin steckt", sagte Barthel. "Es ist noch viel möglich für mich."

Zu Beginn der Hartplatz-Saison in den USA im Juli will sie von jetzt "70 Prozent" bei vollen Kräften sein. Schon jetzt hofft sie, in Wimbledon erstmals in die dritte Runde einzuziehen. Ihre Kontrahentin Bertens hat sich in Paris in den Fokus gespielt. In der ersten Runde stoppte die 24-Jährige Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber und drang anschließend bis unter die besten Vier vor. Es war Kerbers erster Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier nach ihrem Triumph bei den Australian Open.

Barthel sieht sich trotz allem nicht chancenlos. 9:2 lautet ihre Bilanz gegen die Nummer 28 der Damen-Welt. "Ich bin vielleicht eine Art Angstgegnerin", erklärte die glückliche Rückkehrerin.

dpa

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