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Wolfsburg in der Ergebnis-Krise: Allofs für Selbstkritik

Fußball Wolfsburg in der Ergebnis-Krise: Allofs für Selbstkritik

Nächste Krise in Wolfsburg: Jetzt patzen die Millionen-Kicker des VfL. Vier Spiele ohne Sieg, der letzte Auswärtserfolg liegt gar fünf Monate zurück.

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Gladbach-Keeper Tobias Sippel redet mit dem am Boden liegenden Wolsburger André Schürrle, während Oscar Wendt über ihn hinwegsteigt.

Quelle: Caroline Seidel

Mönchengladbach. Klaus Allofs wollte keine Ausreden gelten lassen. Nicht die Klagen über Entscheidungen des Schiedsrichters, nicht die hohen Belastungen für den VfL Wolfsburg in den letzten Wochen und auch nicht das Fehlen einiger Stammspieler.

"Das ist alles nicht ausschlaggebend. Deswegen darf man sich nicht vom Weg abbringen lassen. Man muss sich an die eigene Brust klopfen und sich fragen: Was kann ich besser machen?", sagte Allofs nach dem 0:2 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach und dem vierten sieglosen Spiel in Serie.

Der Geschäftsführer Sport des VfL gab das Wort Krise zur Benutzung frei und erklärte: "Bei uns ging es bislang steil bergauf, dass dann mal eine solche Phase kommt, habe ich erwartet", sagte Allofs, der sich noch im Spielertunnel einen kleinen Disput mit Daniel Caligiuri lieferte. Der VfL-Profi hatte sich über den Schiedsrichter beklagt, Allofs hätte lieber selbstkritische Töne seiner Spieler gehört. Auch Nationalspieler André Schürrle, der wieder in der Startformation stand und zumindest bemüht war, beklagte sich über den Referee. "Beim 1:0 hat der Schiedsrichter den Ball zu früh freigegeben und er lag zu weit vorn. Dadurch kommen wir in die Bredouille."

Mit zwei Niederlagen aus den letzten drei Bundesligaspielen sind die Wolfsburger im Rennen um die vorderen drei Plätze erst mal zurückgefallen. In der Champions League und im DFB-Pokal liegen die Niedersachsen aussichtsreich im Rennen. Dennoch stellte Allofs klar: "Die Gladbacher haben es zu Saisonbeginn erlebt, vielleicht haben wir jetzt diese Phase, wo wir uns in einigen Dingen neu definieren müssen. Wir haben viele Stellschrauben, an denen wir drehen können, das müssen wir jetzt machen."

Auch Dieter Hecking hatte nicht seinen besten Tag. Kurz vor dem Gladbacher Führungstreffer verwies Schiedsrichter Felix Zwayer den VfL-Coach auf die Tribüne. Hecking, Trainer des Jahres des abgelaufenen Saison, trat aus Ärger über eine Entscheidung vor die Bande. "Wenn diese Reaktion zu heftig war, muss ich das akzeptieren", sagte der Coach, der dann innerhalb von drei Minuten den Untergang seines Teams in den Zuschauerreihen erlebte: Erst traf Havard Nordtveit zum 0:1, dann Ibrahima Traoré zum 0:2.

"Im Moment fehlt uns einfach das Tempo in unserem Spiel mit und ohne Ball. Wir sind derzeit nicht in einer solch guten Verfassung, wie wir uns selbst das wünschen und müssen schleunigst die Kurve bekommen und einfach wieder besser Fußball spielen", meinte Hecking, der aus unterschiedlichen Gründen Spieler wie Julian Draxler, Bas Dost, Dante und Luiz Gustavo nicht in der Startformation hatte.

Nach der Länderspielpause geht es dann für die Wolfsburger bis Ende Oktober in allen drei Wettbewerben Schlag auf Schlag. Genügend Gelegenheit, um die Wende einzuleiten. Für Allofs endete der Nachmittag dann doch noch mit einer guten Nachricht: Sein Wallach Potemkin hat auf der Galopprennbahn Hoppegarten in Berlin den mit 85 000 Euro dotierten Preis der deutschen Einheit gewonnen.

dpa

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