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Wieder ein Rekord: Lewandowski-Show geht weiter

Fußball Wieder ein Rekord: Lewandowski-Show geht weiter

Robert Lewandowski feiert mit dem 100. Tor im 168. Bundesligaspiel den nächsten Rekord. Schneller war bisher kein ausländischer Profi. Die Bayern verteidigen mit dem 3:0 in Mainz die Tabellenführung und können mit einem Sieg gegen den BVB ihren Startrekord egalisieren.

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Robert Lewandowski fegt derzeit nur so durch die gegnerischen Abwehrreihen.

Quelle: Torsten Silz

Mainz. In seinem blauen T-Shirt mit der blassroten 100 darauf erinnerte Robert Lewandowski ein wenig an Superman. Voller Stolz präsentierte der Top-Stürmer des FC Bayern München nach seinem Doppelpack beim 3:0 in Mainz die magische Zahl auf seiner Brust.

Diese scheint vor dem mit Spannung erwarteten Topduell gegen den wiedererstarkten Verfolger Borussia Dortmund noch breiter geworden zu sein. Kein Wunder, fegt der polnische Nationalstürmer derzeit doch wie der berühmte Comic-Held durch die gegnerischen Reihen und eilt dabei von Rekord zu Rekord.

"Ich freue mich sehr, dass ich heute mein 100. und 101. Bundesligator geschossen habe", meinte Lewandowski. "Natürlich wusste ich nicht, ob es klappt. Aber man muss immer positiv denken und daran glauben." Schneller als in 168 Spielen knackte bisher kein ausländischer Profi die Marke. In der 52-jährigen Bundesliga-Geschichte waren nur sechs Spieler fixer, darunter Gerd Müller.

Der "Bomber" war bis zum Samstag auch der einzige Spieler, der es in den ersten sieben Saisonspielen auf zehn Tore brachte. Nun tat es ihm Lewandowski, der unter der Woche mit seinen fünf Treffern beim 5:1 gegen Wolfsburg deutsche Fußball-Geschichte geschrieben hatte, mit dem Doppelpack in der 51. und 63. Minute gleich.

Natürlich wurde der bescheidene Pole danach auf Müllers 40-Tore-Rekord aus der Saison 1971/72 angesprochen. "Ich werde immer Vollgas geben, habe aber keine Ahnung, wie viele Tore es am Ende werden. Ich denke nicht darüber nach, sondern bleibe konzentriert", wehrte er ab.

Seine Mitspieler hoffen, dass sich Lewandowskis Lauf auch in der Champions League gegen Dinamo Zagreb und dann beim Bundesligagipfel mit dessen Ex-Verein BVB fortsetzt. "Wenn man bedenkt, dass er in eineinhalb Spielen sieben Tore gemacht hat - da liegt die Messlatte natürlich hoch. Es wäre für uns alle gut, wenn er so weitermacht", sagte Thomas Müller.

Der Nationalspieler ballerte in der 21. Minute einen Foulelfmeter über das Tor, nahm es aber gelassen: "So kann kein Elfmeter reingehen, wenn man drüber schießt." Zuspruch benötigte er nach dem Fehlschuss nicht. "Müller muss man nicht trösten. Müller ist Müller", sagte Matthias Sammer grinsend.

Nach dem siebten Sieg im siebten Spiel legte der bestens gelaunte Sportdirektor gleich noch einen lockeren Spruch in Richtung Lewandowski nach. "Lewy hat eine kleine Krise. Er hat nur zwei Tore gemacht. Aber wir drücken mal ein Auge zu", flachste Sammer. Da wollte auch Pep Guardiola nicht zurückstehen und verkündete: "Ich lasse ihn heute Abend mit seiner Frau zum Oktoberfest."

Der Bayern-Trainer war aber nicht nur von Lewandowski angetan. "Wir haben 85 Minuten sehr gut gespielt", lobte er. Das traf insbesondere auf Flügelflitzer Kingsley Coman zu, der sich mit dem Treffer zum 3:0 (68.) für seinen starken Auftritt vor 34 000 Zuschauern belohnte.

Mit 21 Punkten grüßen die Bayern von der Spitze und können nun gegen Dortmund ihren Startrekord von acht Siegen aus der Saison 2012/13 egalisieren. "Es ist schön, wenn man alle Spiele gewonnen hat, oben steht und ein paar Punkte Vorsprung hat", meinte Kapitän Philipp Lahm zur Konstellation. "Aber das spielt nächste Woche keine Rolle. Da müssen wir gewinnen gegen einen Konkurrenten, der, wie es scheint, lange dabei sein kann."

Als Kampfansage wollte er den souveränen Sieg in Mainz aber nicht verstanden wissen. "Jeder weiß, wie gut wir sind. Da muss man keine Signale mehr irgendwohin senden", sagte Lahm. Die Bayern sind also für den Kracher gerüstet und fiebern dem kommenden Sonntag entgegen. "Das ist ein absolutes Spitzenspiel", sagte Jérôme Boateng. "Ganz Deutschland freut sich darauf."

dpa

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