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WM-Viertelfinale für Eishockey-Team in weiter Ferne

Eishockey WM-Viertelfinale für Eishockey-Team in weiter Ferne

Das Auftakt-Wochenende bei der Eishockey-WM verlief für die deutsche Mannschaft enttäuschend. Nur ein Punkt steht nach den ersten beiden Partien auf dem Konto, das Viertelfinale ist weit weg. Bundestrainer Sturm und DEB-Präsident Reindl üben auch Kritik.

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Das deutsche Team musste sich Finnland mit 1:5 geschlagen geben.

Quelle: Anatoly Maltsev

St. Petersburg. Nachdenklich ließen Bundestrainer Marco Sturm und DEB-Präsident Franz Reindl den verpatzten Auftakt bei der Eishockey-WM Revue passieren, sorgenvoll blickten sie auf die nächste Aufgabe.

Nach der 1:5 (0:2, 1:2, 0:1)-Lehrstunde gegen Finnland und der nicht einkalkulierten 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Frankreich steht die deutsche Eishockey-Auswahl gleich mächtig unter Druck. Soll es mit dem Viertelfinal-Einzug beim Kräftemessen der weltbesten Eishockey-Nationen nicht noch schwieriger werden, muss am Dienstag (15.15 Uhr) gegen die Slowakei ein Sieg her.

"Du musst voll rein, volle Pulle und schauen, dass du einen Erfolg hast", sagte Reindl am Sonntag. Wie der Bundestrainer war der 61 Jahre alte Verbandschef nicht zufrieden mit der bisher gezeigten Leistung und äußerte auch Kritik: "Klar ist, dass die Mannschaft noch nicht zu dem Spiel gefunden hat, wie wir uns das erhofft haben."

Mit riesigen Erwartungen waren die deutschen Kufencracks in das Turnier in Russland gestartet. "Vielleicht war es deswegen auch nicht der Start, wie wir ihn uns gewünscht haben", sagte Sturm, "weil eben bei dem einen oder anderen der Druck zu hoch war." Nach dem Auftakt-Wochenende steht Deutschland mit erst einem Zähler zwei Punkte unter der eigenen Kalkulation. "Wir brauchen uns momentan keine Gedanken über ein Viertelfinale machen. Das ist ein ganzes Stück entfernt", befand Stürmer Patrick Reimer.

Erstmals seit drei Jahren startete die DEB-Auswahl wieder mit zwei WM-Niederlagen. Absteigen kann sie nicht, weil Deutschland als Ausrichter der WM 2017 gesetzt ist. Spätestens dann soll das deutsche Eishockey-Team konkurrenzfähig sein. Auf Anhieb kann aber auch der deutsche NHL-Rekordspieler Sturm bei der ersten WM unter seiner Verantwortung nicht alle Probleme lösen. Dem Strahlemann ist am Wochenende auffällig oft das vorher fast dauerhafte Lachen aus dem Gesicht verschwunden, mehrfach runzelte der 37-Jährige die Stirn.

"Was man kontrollieren kann, ist die Bereitschaft, alles zu geben und das hat man heute am Anfang vermisst", kritisierte der Coach nach der erwartbaren Niederlage gegen Finnland. Wie schon gegen die Franzosen ließ seine Auswahl am Sonntag auch gegen den zweimaligen Weltmeister zu Beginn den Biss vermissen. Schon nach neun Minuten lag sie 0:2 zurück, war bei insgesamt drei Gegentoren in Unterzahl.

Toptalent Patrik Laine (7./60.), Leo Komarov (10.), Sebastian Aho (30.) und Jarno Koskiranta (38.) nutzten für Sturms persönlichen Titel-Favoriten kompromisslos die Chancen. Den einzigen deutschen Treffer erzielte WM-Debütant Brooks Macek (39.) nach einem feinen Pass von Leon Draisaitl.

Neben den beiden erfahrenen Verteidigern Christian Ehrhoff und Korbinian Holzer sollte die Topreihe um die beiden NHL-Profis Draisaitl und Tobias Rieder sowie DEL-Toptorjäger Patrick Reimer bei dieser WM den Unterschied ausmachen. Noch ist sie aber im Fünf gegen Fünf ohne Torerfolg. "Unsere besten Spieler müssen die besten Spieler sein. Ich glaube, dass sie auch wissen, dass sie noch einen drauflegen müssen", mahnte Sturm. Vor Turnierbeginn hatte er noch gebetsmühlenartig wiederholt, nicht eine zu hohe Last auf die jungen Draisaitl und Rieder zu legen.

Am spielfreien Montag wollen die Deutschen den Kopf frei kriegen für die dritte WM-Aufgabe in vier Tagen gegen die Slowakei. Noch kann sich alles zum Besseren wenden. Einfach wird das aber nicht. Der Weltmeister von 2002 stimmte sich mit einem 5:1 (2:1, 2:0, 1:0) gegen Frankreich auf die Deutschen ein. "Mir macht Hoffnung, dass große Qualität in der Mannschaft steckt", sagte Reindl. "Das muss sich alles noch finden, da muss man Geduld haben."

dpa

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