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Vier-Klassen-Gesellschaft geht in die entscheidende Phase

Fußball Vier-Klassen-Gesellschaft geht in die entscheidende Phase

Die Schlussphase in der Fußball-Bundesliga ist eingeläutet; und es bleibt spannend bis zum 14. Mai. Denn mehr als die Hälfte der Vereine zittert noch um den Klassenverbleib.

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Will Hannover 96 erstklassig bleiben, muss gegen den HSV gewonnen werden.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Düsseldorf. Der Endspurt ist in vollem Gang, Hochspannung bis zum Kehraus am 14. Mai ist programmiert. Vor allem der Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga und die internationalen Plätze wird die Fans bis zum letzten Spieltag in Atem halten.

Vor dem 28. Durchgang präsentiert sich die Top-Liga als Vier-Klassen-Gesellschaft - vorneweg die Bayern und der BVB, dahinter sechs Vereine, die in den Europapokal wollen.

Von Platz neun, den der 1. FC Köln einnimmt, bis zu Rang 17 und Eintracht Frankfurt reicht die Liste derer, die sich angesichts von lediglich sechs Zählern Differenz Sorgen machen müssen, ob sie auch künftig erstklassig sind. Thomas Schaafs Rettungsmission mit Hannover 96 scheint indes bereits gescheitert.

Der Trainer selbst bezeichnete die Chance, in der Liga zu bleiben, als "minimal". Klare Sache bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz: Nur ein Sieg im Derby gegen den Hamburger SV wird noch einmal Hoffnung aufkeimen lassen. Schaaf flüchtete sich in Allgemeinplätze. "Die Überlegung muss sein, in der ersten Liga zu bleiben", ließ er wissen. Allein: Jetzt helfen nur noch Siege.

Das Duell zwischen Hannover (17 Punkte) und dem HSV (31) ist nicht das einzige, das im Bemühen um die weitere Erstklassenzugehörigkeit im Fokus steht. Der heimschwache Aufsteiger Darmstadt (28) gegen Stuttgart (32), Hoffenheim (27) gegen Köln (33), Ingolstadt (33) gegen Schalke, Mainz gegen Augsburg (27), München gegen Frankfurt (27) und Dortmund gegen Bremen (28) - in diesen Partien geht es für die Gefährdeten nicht erst jetzt um Substanzielles.

Beispiel Darmstadt: Seit sieben Spielen sind die "Lilien" sieglos und treffen im VfB auf einen Konkurrenten, der unter Coach Jürgen Kramny in der Rückrunde 17 Punkte geholt hat, aber noch nicht sorgenfrei ist. "Bei diesem Spiel kann man einen großen Schritt machen", sagte Kramny. Sollte Stuttgart gewinnen, lägen schon sieben Zähler zwischen beiden - die Darmstädter Nöte würden enorm.

Das trifft gleichfalls auf den hessischen Konkurrenten Eintracht Frankfurt zu, der trotz des 1:0 gegen Hannover vor der Länderspielpause auf Rang 17 sackte. Der scheidende Vorstandschef Heribert Bruchhagen zeigte sich im Interview der Tageszeitung "tz" (Freitag) zuversichtlich, dass der neue Trainer Niko Kovac mit dem Team noch die Wende zum Guten schaffen wird: Er gehe "nicht davon aus, dass wir absteigen", bekundete Bruchhagen.

Dem einstigen Münchner Profi Kovac und seinem Team steht nun der schwere Gang zu den Bayern bevor. Dort wolle die Eintracht "überraschen", kündigte der Nachfolger von Armin Veh an. Im Hinspiel rang Frankfurt dem Starensemble von Pep Guardiola ein 0:0 ab; doch anschließend gab es zu wenig Zählbares. Der Trend spricht klar gegen eine Überraschung: Inklusive des 0:0 am 30. Oktober 2015 erzielte Frankfurt schon sieben Mal keinen Treffer gegen den Branchenprimus - und verlor dabei in sechs Fällen.

Und was tut sich oben? Borussia Dortmund kann mit einem Sieg gegen abstiegsbedrohte Bremer die Königsklassenteilnahme perfekt machen. Top-Partie ist am Sonntag das Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach (42 Punkte) und Hertha BSC. Verlieren die Berliner (48), wird das Gerangel um die internationalen Plätze noch intensiver: Schalke (44) als Gast des FC Ingolstadt und Mainz 05 (41) gegen den Tabellenfünfzehnten FC Augsburg (27) könnten im Erfolgsfall das Geschehen im Kampf um den Europa-Trip noch spektakulärer gestalten.

dpa

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