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Vier Clubs, zwei direkte Duelle: Krimi im Abstiegskampf

Fußball Vier Clubs, zwei direkte Duelle: Krimi im Abstiegskampf

In der Bundesliga treffen am Samstag gleich vier Abstiegskandidaten in Duellen direkt aufeinander. Für Augsburg, Bremen, Frankfurt und Hoffenheim heißt es: Verlieren verboten!

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Viktor Skripnik trifft mit Werder Bremen auf den FC Augsburg.

Quelle: Bernd Thissen

Frankfurt/Main. Werder Bremen gegen den FC Augsburg und Eintracht Frankfurt gegen 1899 Hoffenheim: Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga treffen am Samstag die Vereine auf den Plätzen 14 bis 17 direkt aufeinander.

Da der Tabellenletzte Hannover 96 schon so gut wie weg ist, dürften diese vier Clubs sowie Aufsteiger Darmstadt 98 den zweiten Absteiger unter sich ausmachen. "Das ist wie ein Endspiel", sagt Frankfurts Marco Fabian.

DIE SORGEN:

Hoffenheim und Bremen haben jeweils 28 Punkte, Augsburg und Frankfurt 27. Das bedeutet: Wer eines der beiden Duelle verliert, steht danach auf jeden Fall auf einem Abstiegs- oder dem Relegationsplatz.

Bei Werder drohen am Samstag Torjäger Claudio Pizarro und Kapitän Clemens Fritz auszufallen. Trotzdem spricht die jüngste Entwicklung vor allem gegen Augsburg und Frankfurt. Sie sind neben Hannover die beiden schlechtesten Teams der Rückrunde. Die Eintracht hat durch die Verletzung von Torjäger Alexander Meier und durch die Verunsicherung, die nach sechs Monaten der sportlichen Dauerkrise herrscht, nahezu ihre komplette Offensivstärke eingebüßt. Beim FCA verdichten sich das Verletzungspech, die Unruhe um Trainer Markus Weinzierl und der Verlust der gewohnten Abwehrstärke zu einer gefährlichen Gemengelage. "Wir strotzen nicht gerade vor Selbstvertrauen", sagt Daniel Baier.

DIE HOFFNUNG:

Volland und Rudy, dazu Kramaric und Vargas: 1899 Hoffenheim hat nicht nur die üblichen internationalen, sondern auch zwei deutsche Nationalspieler im Team. Keine andere Mannschaft im Abstiegskampf ist so stark besetzt und hat nach vier Siegen in den vergangenen sieben Spielen dazu aktuell einen so guten Lauf.

Auch Werder Bremen ist immer mal wieder zu Leistungen wie beim 4:1 in Leverkusen oder dem 3:1 bei Schalke 04 fähig. Bei Eintracht Frankfurt haben sich unter dem neuen Trainer Niko Kovac immerhin das Abwehrverhalten und auch die Stimmung rund um den Verein verbessert.

In Augsburg hält man sich zurzeit vor allem an den Erinnerungen an die Hinrunde fest. Damals gewann der Club vier der sechs letzten Spiele und sprang in der Tabelle vom 18. auf den 12. Platz. "Wir standen in dieser Saison schon viel schlechter da und haben die Situation trotzdem gemeistert", sagte Baier dem "Kicker".

DIE TRAINER:

Frankfurt und Hoffenheim haben ihre Trainer in dieser Saison schon gewechselt. Bremen und Augsburg noch nicht. Vor allem für Hoffenheim hat sich die vorzeitige Beförderung von Julian Nagelsmann längst ausgezahlt: Der mit 28 Jahren jüngste Chefcoach der Liga hat in nur acht Spielen genauso viele Punkt geholt (14) wie seine beiden Vorgänger Markus Gisdol und Huub Stevens zusammen.

Besonders pikant ist die Trainerfrage in Augsburg. Markus Weinzierl gehört zu den begehrtesten Fußball-Lehrern des Landes. Die ständigen Spekulationen über einen Wechsel nach Leipzig (ist vom Tisch), Mönchengladbach (immer noch im Gespräch) oder Schalke (wieder im Gespräch) werden für den Verein aber immer mehr zur Belastung. Ruhe, Geschlossenheit und Nervenstärke waren einmal Wettbewerbsvorteile des FCA. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben.

DIE BESONDERHEITEN:

Die große Frage ist: Was hilft der Bundesliga am meisten? Vereine wie Frankfurt oder Bremen, die schon bei der Gründung der Liga dabei waren und auch 53 Jahre später noch immer die Massen bewegen? Oder Vereine wie Augsburg und auch Darmstadt, die aus vergleichsweise bescheidenen Mitteln bemerkenswert viel machen? Oder doch ein Club wie Hoffenheim, dem zwar viele den Abstieg wünschen, der aber den deutschen Fußball dennoch verlässlich mit begabten Talenten versorgt?

In der Bundesliga tobt schon seit Monaten ein Streit darüber, wie man die ab 2017 erwarteten Rekordeinnahmen aus der TV-Vermarktung am besten verteilt. Gerade in der Partie Frankfurt gegen Hoffenheim spitzt sich dieser Verteilungskampf am Samstag besonders zu. Ein sogenannter Traditionsverein auf der einen Seite, ein vermeintlicher, von einem Mäzen finanzierter Emporkömmling auf der anderen. "Natürlich liegt viel Spannung auf dieser Partie. Aber wir freuen uns trotzdem darauf", sagte TSG-Trainer Nagelsmann am Donnerstag.

dpa

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