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Viel Lob für taktisch clevere Frankfurter

Fußball Viel Lob für taktisch clevere Frankfurter

Viel Lob für Frankfurt, erste Pfiffe gegen Gladbach. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow läuft es nicht rund im Borussia-Park.

Niko Kovac hat in Frankfurt vieles zum Besseren verändert.

Quelle: Maja Hitij

Mönchengladbach. Niko Kovac konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Vor knapp sieben Monaten bei seinem ersten Spiel als Trainer von Eintracht Frankfurt war seine Mannschaft im Borussia-Park mit einer 0:3-Niederlage noch gut bedient gewesen. Jetzt gab es von allen Seiten Lob für die Hessen.

"Wir haben gegen eine sehr, sehr gute und bestens organisierte Mannschaft gespielt", befand Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert nach dem mäßigen 0:0 zwischen beiden Teams. Die Gäste konnten mit dem Punkt gut leben und halten damit Anschluss ans obere Tabellendrittel. Für die Gladbacher hingegen war es bereits das vierte Spiel ohne Sieg.

"Wir haben es taktisch gut gemacht und wussten, dass wir den Gladbachern keine Räume für ihr Umschaltspiel geben durften. Das war gut, vielleicht war es für die Zuschauer kein Highlight", meinte Kovac nach dem siebten Auswärtspunkt für sein Team. "Aber der Punktgewinn war völlig verdient", betonte der Frankfurter Coach.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte mussten die Gäste nur einmal um den Punkterfolg bangen, als Gladbachs Linksverteidiger Oscar Wendt in der 72. Minute mit einem fulminanten Schuss Eintracht-Keeper Lukas Hradecky auf die Probe stellte. "Ich war völlig irritiert und hatte gar nicht damit gerechnet, dass der Ball aufs Tor kommt", sagte Frankfurts Schlussmann, der den Ball reaktionsschnell abwehrte und an die Latte lenkte. "Da hatten wir ein bisschen Glück", meinte Hradecky.

Insgesamt zeigten die aufstrebenden Frankfurter eine taktisch reife und kämpferisch zufriedenstellende Leistung. "Die Art und Weise wie wir hier aufgetreten sind, war sehr gut. Wir stehen mittlerweile sehr stabil", befand Eintracht-Manager Bruno Hübner. Auch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl war angetan vom Auftritt der Hessen. "Frankfurt hat eine herausragende Mannschaft, die haben ihre Punkte nicht umsonst geholt."

Für die wegen etlicher Ausfälle mittlerweile überspielte Gladbacher Rest-Mannschaft gab es hingegen die ersten Pfiffe im eigenen Stadion. "Wir haben keine Krise, aber es ist im Moment eine schwierige Situation. Das ist für mich aber nicht überraschend", sagte Eberl. Vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow präsentierten sich die Gastgeber vor allem in der Offensive recht verhalten und ideenlos. Seit 375 Minuten ist das Team in der Bundesliga ohne Tor.

"Wir können in unserer Situation nicht in jedem Spiel ein Feuerwerk abbrennen", erklärte Borussias Trainer André Schubert und verwies auf die weiterhin angespannte Personalsituation. "Ich verstehe auch, dass man von uns immer wieder Champagner-Fußball erwartet, aber dazu sind wir derzeit nicht in der Lage. Spieler wie Raffael und Thorgan Hazard machen bei uns eben den Unterschied aus und die fehlen halt im Moment", erklärte Gladbachs Coach André Schubert. Möglicherweise kann der Trainer am nächsten Dienstag gegen den schottischen Meister aber zumindest einen seiner beiden Torjäger wieder einsetzen.

dpa

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