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Verfolger-Trio St. Pauli, Bochum und Braunschweig patzt

Fußball Verfolger-Trio St. Pauli, Bochum und Braunschweig patzt

Faustdicke Überraschungen im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga: St. Pauli, Bochum und Braunschweig büßen an Boden ein. Keiner der drei Verfolger des Spitzentrios gewinnt.

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Der FC St. Pauli verliert in Heidenheim.

Quelle: Stefan Puchner

Stuttgart. Die drei Aufstiegskandidaten FC St. Pauli, VfL Bochum und Eintracht Braunschweig haben herbe Rückschläge hinnehmen müssen. Die Verfolger des Spitzentrios RB Leipzig, SC Freiburg und 1. FC Nürnberg blieben in der 2. Fußball-Bundesliga jeweils sieglos.

St. Pauli verlor beim 1. FC Heidenheim mit 0:2. Bochum kam zu Hause gegen Arminia Bielefeld nur zu einem 2:2. Braunschweig verspielte durch ein 1:1 gegen Schlusslicht MSV Duisburg wohl die letzte Chance auf eine Rückkehr in die Bundesliga. Der Zweitplatzierte Freiburg empfängt am Montagabend im Spitzenspiel den Tabellenführer Leipzig.

Der FC St. Pauli verlor beim 1. FC Heidenheim verdient mit 0:2 (0:0). Denis Thomalla erzielte für die in der zweiten Halbzeit dominierenden Schwaben den Siegtreffer (71. Minute), nachdem St. Pauli-Keeper Robin Himmelmann einen Distanzschuss von Robert Leipertz nur abklatschen konnte. Bard Finne schloss einen Konter zum 2:0 ab (81.). Der Tabellenvierte aus Hamburg hatte nur eine echte Torchance, Enis Alushi traf aber nur den Pfosten (32.). "Aufgrund des Spielverlaufs und der Kampfkraft der Heidenheimer war es eine verdiente Niederlage", sagte Alushi. "Wir haben es nicht geschafft, sie unter Druck zu setzen."

Der VfL Bochum patzte im Kampf um den Aufstieg mit dem 2:2 (1:0) gegen Arminia Bielefeld ebenfalls. Simon Terodde brachte den Favoriten nach einer tollen Kombination mit seinem 14. Saisontreffer in Führung. In der sechsten Minute der Nachspielzeit verhinderte der Torjäger mit einem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter eine Niederlage.

David Ulm hatte für Bielefeld mit einem von Janik Haberer verschuldeten Handelfmeter zunächst ausgeglichen (47.). Christopher Nöthe erhöhte sogar auf 2:1 (79.) für die Gäste. "Für uns ist das definitiv zu wenig", klagte Doppeltorschütze Terodde. VfL-Trainer Gertjan Verbeek lobte dennoch sein Team: "Kompliment an meine Mannschaft, dass sie noch den Ausgleich geschafft hat."

Auch Eintracht Braunschweig kam gegen den MSV Duisburg nicht über ein enttäuschendes 1:1 (0:0) hinaus. Georgi Tschanturia brachte das Schlusslicht in Führung (58.). Selim Khelifi glückte nur noch der Ausgleich (60.) für die Niedersachsen. Trotz des überraschenden Punktgewinns ist der MSV aber kaum noch zu retten. "Aufgegeben wird nicht", betonte Defensivmann Steffen Bohl dennoch.

Das Debüt von zwei Trainern stand in den beiden Samstagsspielen im Mittelpunkt. René Müller konnte als Nachfolger des erfolglosen Stefan Effenberg die Sieglos-Serie des SC Paderborn nicht beenden. Dem Ex-Erstligisten droht als Tabellenvorletzter nach einem 1:1 (1:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth weiterhin der Absturz in die 3. Liga. Nicklas Helenius (19.) brachte Paderborn in Führung. Ante Vukusic glich für die Franken aus (83.). Die Ostwestfalen warten seit 13 Spielen hintereinander auf einen Sieg.

Union Berlins neuer Chefcoach André Hofschneider feierte einen perfekten Einstand. Die "Eisernen" fertigten im ersten Spiel nach dem krankheitsbedingten Abschied von Sascha Lewandowski den FSV Frankfurt 4:0 (3:0) ab. Damir Kreilach (24.), Bobby Wood (29./Foulelfmeter und 34.) mit seinen Saisontoren elf und zwölf sowie Christopher Trimmel (90.+2) trafen für die Berliner.

Bereits am Freitag hat der 1. FC Nürnberg seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt. Durch das 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern bleibt der "Club" nun zum 15. Mal in Serie ungeschlagen und als Tabellendritter weiter klar auf Aufstiegskurs.

Der TSV 1860 München ist dank seines dritten Siegs in Serie erstmals seit dem 3. Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz geklettert. Die "Löwen" bezwangen den SV Sandhausen mit 3:2 (2:1). Die Bayern profitierten bei ihrem Sprung auf den 15. Platz auch von der 0:1 (0:0)-Heimniederlage von Fortuna Düsseldorf gegen den Karlsruher SC.

dpa

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