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"The Beast is back": Kuske wieder in WM-Form

Bob "The Beast is back": Kuske wieder in WM-Form

Kevin Kuske ist ein Steh-Auf-Männchen. Immer wieder kämpfte sich der viermalige Olympiasieger nach Verletzungen zurück in die Weltspitze. Auch diesmal schaffte der Anschieber dank Erfolgstrainer Matthias Trübner den Sprung zur WM.

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Kevin Kuske ist wieder in WM-Form.

Quelle: Tobias Hase

Innsbruck. Die Stimme von John Morgan überschlug sich förmlich, als er die Startzeit von Kevin Kuske und Pilot Maximilian Arndt bei der EM in St. Moritz kommentierte.

"Wow, the Beast is back", schrie der ehemalige Bobfahrer und TV-Kommentator, der als einziger Mitwirkender im legendären Disney-Film "Cool Runnings" sich selbst spielte, ins Mikro des Livestreams von IBSF-TV.

Nach 35 Jahren Erfahrung als TV-Bob-Experte wusste der 65-Jährige sofort, dass der viermalige Olympiasieger Kuske trotz dessen 37 Jahren wieder in Form ist und bei der Zweierbob-WM am Samstag in Innsbruck/Igls voll angreifen kann.

Im Gesicht des viermaligen Olympiasiegers und siebenmaligen Weltmeisters Kuske sah man in St. Moritz einen Hauch Zufriedenheit - und eine Portion Genugtuung. "Ich bin wieder bei meinen besten Sprintzeiten, kann auch im Alter noch bei den jungen Anschieberkollegen voll mithalten", meinte der Modellathlet.

Nach seinem Verletzungs-Aus bei der WM 2013 in St. Moritz als Anschieber von Thomas Florschütz, als er sich am Start des ersten Laufes einen Muskelfaserriss zuzog, musste der gebürtige Potsdamer ein Tief überstehen. Platz elf mit Florschütz bei Olympia in Sotschi war der Grund für einen Neuanfang. Zurück zu seinen Oberhofer Wurzeln mit Erfolgstrainer Matthias Trübner, der ihn und Andre Lange zu vier Olympiasiegen führte. "Er muss im Zweier der starke Mann an der Seite von Max sein, da gibt es keine Alternative", stellte Trübner fest.

Seine derzeitige sportliche Form ließe auch einen Start im Viererbob zu. "Doch leider wurde nicht nach sportlicher Sicht entschieden, das ist schon enttäuschend für mich. Doch ich akzeptiere es und werde in der nächsten Saison wieder voll da sein. Olympia in Pyeongchang ist mein klares Ziel", meinte der 1,97 Meter große und 116 Kilogramm schwere Anschieber.

Zu seinen besten Zeiten lief Kuske die ersten 30 Meter mit 3,69 Sekunden schneller als Usain Bolt (3,78 Sekunden) bei seinem Olympiasieg im 100-Meter-Finale in Peking 2008. Doch der Weg zu alter Stärke war länger als gedacht. In der Vorsaison schaffte er nicht mehr den Sprung ins spätere Weltmeisterteam von Arndt. Aber Kuske gab nicht auf. Er ließ die Übersee-Tour im Weltcup aus und meldete sich nun in WM-Form zurück. "Das Jahr Pause hat ihm sehr gut getan, da hatte der Körper mal die Möglichkeit gehabt zu regenerieren, die ganzen Wehwehchen und Entzündungen rauszubekommen", meinte Cheftrainer Christoph Langen.

Doch die Jugend stürmt voran, vor allem die Teammitglieder von Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich führen bei den Anschubtests die Bestenlisten an. Dennoch sind die Erfahrung, seine Ruhe und Ausgeglichenheit abseits der Eispiste wertvolle Komponenten. .

dpa

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