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Schumacher-Ausstellung ohne Hauptdarsteller

Motorsport Schumacher-Ausstellung ohne Hauptdarsteller

Michael Schumacher redet, aber nur in einem Video. Es sind Aufnahmen aus der Vergangenheit. Aus seiner einzigartigen Karriere. Einer, der nun eine Ausstellung gewidmet wird. Zur Eröffnung ist auch seine Familie da.

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Michael Schumacher konnte siebenmal die Formel-1-Meisterschaft gewinnen.

Quelle: DVAG

Marburg. Sabine Kehms Stimme stockt. Die, die seit über zwei Jahren für die Familie von Michael Schumacher spricht, sie kämpft mit den Emotionen. Es sind bewegende Momente.

Es ist der Tag, an dem eine Ausstellung über den siebenmaligen Weltmeister, über den 91-maligen Rennsieger, über den erfolgreichsten Piloten in der Geschichte der Formel 1 eröffnet wird. Mit Autos aus seiner einzigartigen Karriere. Mit Trophäen. Mit Momenten des Glücks, des Jubels und der Freude, festgehalten in Fotos, die überlebensgroß die Wände zieren. Nur er, er ist nicht da. Michael Schumacher kann nicht da sein. Michael Schumacher befindet sich weiter in der Rehabilitation in seiner Schweizer Wahlheimat am Genfer See.

"Natürlich fehlt Michael an Tagen wie heute", sagt Kehm und sie spricht bei ihrer Rede auf dem Podium - wie praktisch immer, wenn es um Schumacher geht - im Namen der Familie, die ihr in der ersten Reihe gegenübersitzt. Schumachers Gattin Corinna und die beiden Kinder. Auch Schumachers Vater ist da.

Sie alle reden nicht öffentlich. Kehm macht das. "Leider können wir das, was passiert ist, nicht ändern", sagt sie. Man könne nur geduldig hoffen und ihn bei allem unterstützen, "dass er eines Tages wieder dabei sein wird". Details über den Zustand des am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel beim Skifahren verunglückten Schumacher gibt es weiterhin nicht.

Irgendwie ist er aber auch an diesem Tag in Marburg allgegenwärtig. An der Außenwand des Gebäudes direkt an der Lahn weist ein riesiges Plakat auf die Ausstellung hin, die getreu seiner sieben Titel in sieben Sektionen aufgeteilt und nun für die Öffentlichkeit zwei Jahre lang kostenfrei zugänglich ist. Drinnen hängt ebenfalls ein großes Plakat. Schumacher im Ferrari, Schumacher im Mercedes und ganz oben, Schumacher mit Kopfhörern in der Box. 

Und dann, dann redet Michael Schumacher. Im Hintergrund läuft der Queen-Klassiker "Friends will be friends". Worte von Schumacher, über Freundschaft, über Loyalität, über die zwei Jahrzehnte Partnerschaft mit seinem Sponsor. Ein lachender Michael Schumacher, ein glücklicher Michael Schumacher, ein topfitter Michael Schumacher. Es sind Aufnahmen aus der Vergangenheit.

Seiner Vergangenheit bei Benetton, wo er 1994 und 1995 Weltmeister wurde. Mit Ferrari. Fünf Titel in Serie holte er mit der Scuderia von 2000 bis einschließlich 2004. Welchen tiefgreifenden Eindruck Schumacher bei Ferrari hinterlassen hat, spürt auch Sebastian Vettel, der seit Anfang 2015 für das Traditionsteam am Steuer sitzt.

"Überall hängen Bilder von Michael und viele Leute von damals sind immer noch Bestandteil des Teams. Beides macht Michael im Team noch zum Teammitglied", betont der viermalige Weltmeister in einem Interview, das am Montag auf seiner Homepage veröffentlicht wurde. Was Schumacher von alledem mitbekommt, wie es ihm wirklich geht - nur seine Familie und enge Vertraute wissen es.

dpa

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