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Scharapowa macht positiven Dopingtest öffentlich

Tennis Scharapowa macht positiven Dopingtest öffentlich

Als Maria Scharapowa zu einer Pressekonferenz in Los Angeles einlud, wurde über ein mögliches Karriereende der Tennisspielerin spekuliert. Doch dann überraschte die Russin mit einem positiven Dopingtest.

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Die russische Weltklasse-Spielerin Maria Scharapowa ist positiv auf Doping getestet worden.

Quelle: Mike Nelson

Los Angeles. Mit besorgtem Blick und komplett in Schwarz gekleidet trat Maria Scharapowa in einem Hotel in Los Angeles an das Mikrofon. Zahlreiche Kameras waren auf die Weltklasse-Spielerin gerichtet, als sie mit stockender Stimme über ihren positiven Dopingtest zu sprechen begann.

Während der Australian Open in diesem Jahr sei eine mittlerweile verbotene Substanz in ihrem Körper gefunden worden, sagte die 28-Jährige.

"Ich habe einen großen Fehler gemacht", räumte der Topstar ein. "Ich muss die Verantwortung dafür tragen, es ist mein Körper. Ich kann niemandem außer mir selbst die Schuld dafür geben." Sie wisse noch nicht, welche genauen Konsequenzen der Tennis-Weltverband ITF ziehe und könne nicht sagen, wann sie auf die WTA-Tour zurückkehre.

Auf die Öffnung der B-Probe wird Scharapowa verzichten, wie ihr Anwalt John Haggerty der "New York Times" sagte. Vom 12. März an ist die Russin nach Angaben der ITF vorläufig gesperrt. Über die Dauer der Sperre wurde zunächst nichts bekannt. Der Fall sei nun in den Händen des Tennis-Anti-Dopingprogramms, teilte die WTA mit.

Das Medikament (Meldonium) mit der verbotenen Substanz nehme sie seit 2006, sagte Scharapowa. Jahrelang habe es nicht auf der Dopingliste gestanden. Inzwischen seien die Regeln aber geändert worden. Im Dezember habe sie ein Schreiben der WADA und der ITF bekommen, in dem auf die veränderten Doping-Regularien hingewiesen wurde. "Ich habe nicht auf die Liste geschaut", sagte Scharapowa.

Ihre bislang letzte Partie spielte Scharapowa bei den Australian Open in Melbourne, als sie im Viertelfinale der amerikanischen Weltranglisten-Ersten Serena Williams unterlag. Seit Ende Januar hat die Wahl-Amerikanerin kein Turnier mehr bestritten. Erst am vergangenen Donnerstag hatte sie ihre Teilnahme am Masters-Turnier in Indian Wells abgesagt, das an diesem Mittwoch beginnt.

In den vergangenen Jahren musste die zweimalige French-Open-Siegerin immer wieder pausieren. 2008 zog sie sich eine Schulterverletzung zu, die sie neun Monate lang außer Gefecht setzte. 2013 musste sie die Saison ebenfalls wegen einer lädierten Schulter vorzeitig beenden.

Am Sonntag hatte die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin zu einer Pressekonferenz mit einer "wichtigen Ankündigung" eingeladen und damit für Spekulationen über einen Rücktritt gesorgt.

"Ich will meine Karriere nicht so beenden. Ich hoffe, dass ich eine weitere Chance bekomme", sagte sie. Scharapowa gilt als die reichste Sportlerin der Welt und ist eine von nur zehn Spielerinnen, die jedes Grand-Slam-Turnier einmal gewonnen hat. Insgesamt kommt die in den USA lebende frühere Weltranglisten-Erste auf 35 Titel.

"Ich weiß, dass viele gedacht haben, dass ich mein Karriereende erkläre. Aber wenn ich irgendwann meinen Rücktritt bekanntgebe, wird es wahrscheinlich nicht in einem Hotel in der Innenstadt von Los Angeles sein mit diesem ziemlich hässlichen Teppich", sagte sie.

dpa

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