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Savchenko startet trotz Rückenproblemen bei EM

Eiskunstlauf Savchenko startet trotz Rückenproblemen bei EM

Die Paarläufer Savchenko/Massot gehören bei ihrer ersten gemeinsamen EM gleich zum Favoritenkreis. Eine Rückenblessur behindert die viermalige Europameisterin - trotzdem will sie laufen.

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Der EM-Start von Aljona Savchenko und Bruno Massot ist wegen Rückenproblemen der 32-Jährigen in Gefahr.

Quelle: Caroline Seidel

Bratislava. Aljona Savchenko will sich auch von einem Hexenschuss nicht bremsen lassen. Nach einem Trainingstest in Bratislava gab die fünfmalige Weltmeisterin Grünes Licht für die Medaillenjagd mit Bruno Massot bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften.

"Ich bin superglücklich, dass alles geklappt hat", sagte die 32-Jährige und erfreute damit besonders den fünf Jahre jüngeren Franzosen an dessen Geburtstag. Die Rückenprobleme hatte sie sich bei der Landung nach einem Wurfflip im Training in Oberstdorf zugezogen. Das Kurzprogramm steht am Freitag (13.30 Uhr) an.

Bei den nationalen Meisterschaften im Dezember war Massot trotz Rückenbeschwerden zu seinem ersten Titel für Deutschland gelaufen. In Bratislava zählen die Wahl-Oberstdorfer nach der Absage von zwei russischen Konkurrenten zu den Mitfavoriten auf den Titel. "Ohne Drama geht bei uns nichts", sagte Trainer Alexander König. "Aljona hat den Härtetest bestanden. Sie ist eine Grenzgängerin". Die zierliche Läuferin wird physiotherapeutisch behandelt und nimmt Schmerztabletten.

Mit ihrem früheren Partner Robin Szolkowy hatte sie vier kontinentale Titel gewonnen. Der Chemnitzer, selbst Trainer der russischen Konkurrenten, beobachtete Savchenko und seinen Nachfolger bei den Sprüngen und Würfen: "Für mich wird das immer sehr speziell sein."

Die zähe Weltklasse-Läuferin wirkt bei ihrem neuen Projekt viel lockerer als früher. Im Training hatte sie sich zuletzt kleine Sprungwettbewerbe mit Massot geliefert. Dabei war sie drei dreifache Toeloops in Serie gesprungen. "Sogar der Salchow klappt jetzt, mit dem sie viele Jahre Probleme hatte. Die Bewegungen und die Technik sind bei ihr ausgereift", sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Nach der sportlich wie auch privaten Trennung von Coach Ingo Steuer und dem Umzug von Chemnitz ans Nebelhorn fühlt sich Savchenko rundum wohl.

König geht ganz anders mit der Tonangeberin in der Verbindung um: "Ich lasse mich nicht anstecken von ihrem Temperament." Auch ihm ist es ein Rätsel, wie das freudlose Arbeiten in Chemnitz über die Jahre möglich war: "Aljona sagt, sie trainiert sogar viel mehr als früher." Und DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf attestiert der früher extrem verbissenen Savchenko einen Reifeprozess: "Sie hat sich weiterentwickelt."

Im Sommer will sie ihren britischen Verlobten Liam Cross im Festspielhaus in Oberstdorf heiraten. "Es gibt keinen Grund, länger damit zu warten – wir sind sehr glücklich", sagte Savchenko in einem Interview der "Stuttgarter Nachrichten".

Ihre Karriere will sie bis zu den Olympischen Spielen 2018 fortsetzen: "Ich bin noch nicht am Ende meines Weges, noch nicht am Limit angekommen. Ich will die Chance auf Olympia-Gold nutzen, und wenn es so sein soll, dass es klappt, wäre das wunderbar." Danach will sie eine Familie gründen: "Ich möchte auf jeden Fall Kinder, am liebsten zwei Mädchen, die später aufs Eis gehen."

dpa

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