Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Nach Terror: Kein Spieltag wie jeder andere

Fußball Nach Terror: Kein Spieltag wie jeder andere

Nach den Terroranschlägen von Paris soll der 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga zum Schritt zurück in die Normalität werden. Bayern-Coach Pep Guardiola sagte es vor dem Topspiel gegen Schalke 04 so: "Wir müssen weiterleben und unseren Beruf tun."

Voriger Artikel
Gedämpfte Vorfreude: Schalke will Bayern ärgern
Nächster Artikel
Watzke für DFB-Doppelspitze über drei Jahre

Das Hamburger Volksparkstadion wird gut gesichert sein.

Quelle: Marcus Brandt

Düsseldorf. Es ist der Spieltag Nummer eins der Fußball-Bundesliga nach den Terroranschlägen in Paris.

Besonders für die Nationalspieler, die beim Test an der Seine gegen Frankreich die Bedrohung hautnah spürten und die Absage der Partie gegen die Niederlande in Hannover erlebten, wird der Gang ins Stadion nicht leicht sein. "Natürlich beschäftigt uns das alles", sagte Weltmeister Jérôme Boateng vor dem Topspiel des FC Bayern München beim FC Schalke 04 der "Bild". "Ich habe den Herzenswunsch, dass alle Menschen, Fußballfans und Spieler, Nichtfußball-Fans, einfach alle, wieder zu einem unbeschwerten Leben zurückkehren können."

Die Profis werden mit Trauerflor antreten und zusammen mit den Fans den Opfern von Paris mit einer Schweigeminute gedenken. Mit dem Anpfiff des 13. Spieltages, der von besonderen Sicherheitsmaßnahmen begleitet wird, soll aber wieder der Alltag einkehren. "Fußball soll und muss schön bleiben. Unterhaltsam, ein Fest für alle. Wir müssen versuchen, zur Normalität zurückzukehren", sagte Boateng. So sieht es auch Bayern-Coach Pep Guardiola: "Es ist nicht einfach, für mich nicht, für alle nicht. Wir müssen weiterleben und unseren Beruf tun."

Der Tabellenfünfte Schalke will gegen den souveränen Spitzenreiter mehr als nur seinen Beruf ausüben. "Wir müssen mit Herz und Leidenschaft auftreten und versuchen, ein nahezu fehlerfreies Spiel abzuliefern", sagte S04-Trainer André Breitenreiter. "Der FC Bayern ist eine der besten Mannschaften. Da wird jeder Fehler eiskalt bestraft, aber wir haben richtig Bock auf das Spiel."

Im Nordderby gegen Werder Bremen will der VfL Wolfsburg den dritten Platz festigen. Ganz so einfach dürfte es gegen die Hanseaten nicht werden, die immerhin zehn ihrer 13 Punkte auswärts holten. VfL-Manager Klaus Allofs ("Da haben wir Luft nach oben") übte nach den zuletzt wenig überzeugenden Darbietungen nicht nur Kritik am Team, sondern speziell an André Schürrle. "Natürlich müssen wir so ehrlich sein zu sagen: Er spielt hier nicht am Limit und wir erwarten mehr", sagte er über den 32 Millionen Euro teuren Einkauf.

Hertha BSC möchte das Überraschungsteam der Liga und Vierter bleiben. "Wir haben gegen jede Mannschaft, die mit uns auf Augenhöhe ist, gepunktet. Das ist eine sehr gute Entwicklung", sagte Hertha-Manager Preetz vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TSG Hoffenheim. Die Kraichgauer blieben mit dem neuen Coach Huub Stevens zweimal ohne Gegentreffer, schossen aber seit drei Partien kein Tor mehr.

Erstmals als Cheftrainer will André Schubert seine Erfolgsstory - sechs Siege und ein Remis - mit Borussia Mönchengladbach gegen Hannover 96 fortschreiben. "Wir wollen unbedingt gewinnen", sagte er. Gewinnen müssen heißt es bei den Niedersachsen. Sie sammelten bisher nur elf Punkte und müssen sich immer mehr gegen den Abstieg stemmen. "Ohne es zu negativ zu sehen, wird das wahrscheinlich für uns bis zum Sommer das große Thema bleiben", meinte 96-Profi Christian Schulz.

Bayer Leverkusen droht zwar nicht die Zweitklassigkeit, aber es besteht die Gefahr, das Ziel Champions-League-Rückkehr zu verfehlen. "Es wird höchste Eisenbahn, dass wir wieder punkten", urteilte Bayer-Trainer Roger Schmidt vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt. Dies gilt im Kellerduell zwischen dem Drittletzten VfB Stuttgart und Schlusslicht FC Augsburg für beiden Clubs gleichermaßen. Besonders prekär ist die Lage für Europa-League-Teilnehmer Augsburg, der in den vergangenen sieben Partien nicht mehr gewinnen konnte.

Nach einigem Auf und Ab wollen sich der 1. FC Köln und der FSV Mainz 05 wieder stabilisieren. Nach jeweils vier Pflichtspielen ohne Sieg kamen beide Vereine zuletzt wieder zu Erfolgen. "Wir haben es im Vergleich zum Vorjahr geschafft, dass wir sagen können, wir sind auf Augenhöhe mit Mainz", sagte FC-Trainer Peter Stöger. Wegen der Terroranschläge verzichten die Spieler aus Köln auf das Tragen der eigens für den Karneval entworfenen Trikots.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport News
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr