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Mourinho-Entlassung: Aus für "The Special One" in Chelsea

Fußball Mourinho-Entlassung: Aus für "The Special One" in Chelsea

Die Trennung von José Mourinho und dem FC Chelsea soll nach Angaben des Vereins in gegenseitigem Einvernehmen entschieden worden sein. Der Portugiese wurde zum zweiten Mal bei den Blues beurlaubt. Als Nachfolgekandidaten gelten offenbar ein Spanier und ein Niederländer.

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José Mourinho wurde beim FC Chelsea entlassen.

Quelle: Andy Rain

London (dpa) - "The Special One" ist Vergangenheit. Die Ära von José Mourinho beim FC Chelsea ist beendet. Nach einem wochenlangen sportlichen Absturz gaben der englische Fußballmeister und der stets streitbare Portugiese "im gegenseitigen Einvernehmen" die sofortige Trennung bekannt.

Als Nachfolge-Kandidaten gelten der Spanier Juande Ramos und der Niederländer Guus Hiddink. Noch nie startete ein Premier-League-Champion so schlecht in eine Saison wie zuletzt Chelsea. Als Tabellen-16. steht der Titelverteidiger nach 16 Partien nur zwei Punkte vor einem direkten Abstiegsrang. "José und die Geschäftsführung haben beschlossen, dass die Ergebnisse in dieser Saison nicht gut genug waren. Wir glauben deshalb, dass es für beide Seiten das Beste ist, getrennte Wege zu gehen", teilte der Club auf seiner Internetseite mit.

Für Mourinho war es bereits die zweite Entlassung beim FC Chelsea. 2007 wurde er bereits von Boss Roman Abramowitsch nach dreijähriger Trainer-Tätigkeit beurlaubt. 2013 folgte der zweite Versuch, der am 17. Dezember 2015 endete. Dennoch ist er mit insgesamt drei Meistertiteln und einem Pokalsieg der erfolgreichste Coach in der 110-jährigen Vereinsgeschichte.

Doch es waren nicht nur die Ergebnisse, an denen Mourinho gescheitert ist. Der Star-Trainer machte in dieser Saison viele, für ihn ungewöhnliche, Fehler. Neben fehlender Klasse bei den Neuzugängen ließ der 52-Jährige auch Schlussmann Petr Cech zu Stadtrivale Arsenal ziehen. Die Blues haben ihren Kader, im Gegensatz zur Konkurrenz, nicht verbessern können. Im Gegenteil.

Viele Stars stürzten in ihren Leistungen rapide ab. Eden Hazard, Cesc Fabregas und Diego Costa, in der vergangenen Saison überragend, sind nur noch Mitläufer. Chelsea-Kapitän John Terry wurde durch frühe Auswechslungen von Mourinho immer wieder geschwächt.

Viel Respekt im Chelsea-Umfeld hat Mourinho auch der Umgang mit den Medizinern Eva Carneiro und Jon Fearn gekostet. Mourinho hatte die Ärztin im August "naiv" genannt und sowohl Carneiro als auch Fearn nach dem ersten Spieltag suspendiert. Mittlerweile hat die ehemalige Chelsea-Ärztin Carneiro rechtliche Schritte gegen Mourinho auch wegen sexistischer Beleidigungen eingeleitet. Englands Sturm-Legende Gary Lineker witzelte bei Twitter nicht ohne Grund, dass Carneiro neue Trainerin bei Chelsea werden solle.

Auch vor Schiedsrichtern oder dem englischen Fußballverband FA hatte Mourinho keinen Respekt. Seine Schimpftiraden gegenüber den Unparteiischen sorgten für volle Kassen durch Strafzahlungen bei der FA. Er selbst musste wegen Beleidigung für ein Premier-League-Spiel aussetzen.

Laut BBC wird Mourinho nicht die vorher spekulierte Abfindung in Höhe von rund 55 Millionen Euro kassieren, sondern soll lediglich sein Gehalt bis zum Ende dieser Saison beziehen. Angeblich etwa 16 Millionen Euro. Bei Chelsea besitzt er noch einen Kontrakt bis 2019.

Der frühere Nationalverteidiger Rio Ferdinand brachte bei Twitter Bayern-Coach Pep Guardiola als Nachfolger ins Gespräch. Nach Informationen der "Sun" steht Guus Hiddink bereit. Favorit soll Juande Ramos sein. Laut der spanischen Zeitung "AS" bestätigte Ramos-Berater Ginés Carvajal, dass sich der 61-jährige Spanier bereits auf dem Weg in die englische Hauptstadt befinde.

dpa

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