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"Ist es ein Verbrechen?": Afrika unterstützt Salman

Fußball "Ist es ein Verbrechen?": Afrika unterstützt Salman

Die afrikanische Konföderation unterstützt Scheich Salman bei der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten. Ein wichtiger Punktsieg für den Bahrainer, ein Rückschlag für Gianni Infantino. Die Entscheidung könnte das Feld der Kandidaten schon bald ausdünnen.

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Salman bin Ibrahim al Chalifa will neuer FIFA-Präsident werden.

Quelle: Patrick B. Kraemer

Kigali. Der umstrittene Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa hat im FIFA-Wahlkampf einen wichtigen Punktsieg gegen seinen stärksten Widersacher Gianni Infantino gelandet.

Die afrikanische Fußball-Konföderation CAF unterstütze den Bahrainer bei der Kür eines neuen Weltverbandspräsidenten am 26. Februar in Zürich, teilte CAF-Vizepräsident Suketu Patel nach einer Sitzung in Kigali mit.

Die 54 Stimmen der afrikanischen Mitglieder des Weltverbands gelten als wichtiger Faktor bei der Entscheidung über einen Nachfolger des gesperrten Joseph Blatter. Die CAF-Verbände sind frei in ihrer Wahl, zahlreiche schließen sich aber traditionell der Empfehlung ihrer Konföderation an. "Ich habe viel individuelle Unterstützung erhalten und die Diskussionen mit den afrikanischen Verbänden machen mich zuversichtlich, dass ich eine Chance auf den Sieg habe", sagte UEFA-Generalsekretär Infantino.

Im Fünf-Sterne-Hotel Serena Hotel der Hauptstadt Ruandas hatten sich al Chalifa, der auch vom Deutschen Fußball-Bund unterstützte Infantino und die Außenseiter Jérôme Champagne aus Frankreich und Tokyo Sexwale dem CAF-Exekutivkomitee präsentiert. Dass der Südafrikaner nicht einmal die Unterstützung der afrikanischen Konföderation erhält, reduziert seine Chancen endgültig auf ein Minimum. Der südafrikanische Verband könnte auf ein baldiges Ende der Kampagne drängen, er werde "bis zum Wahltag im Rennen bleiben", betonte Sexwale allerdings. Prinz Ali bin Al-Hussein aus Jordanien verzichtete auf die Gelegenheit, sich den CAF-Mitgliedern vorzustellen.

Sollten alle CAF-Verbände al Chalifa wählen und dieser auch die 46 FIFA-Mitglieder aus seiner asiatischen Heimat-Konföderation AFC für sich gewinnen, hätte der AFC-Präsident bereits 100 von 209 Stimmen beisammen. Für einen Sieg reicht ab dem zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit. "Ist es ein Verbrechen, wenn wir uns entscheiden, Salman zu unterstützen?", fragte CAF-Chef Issa Hayatou, der zugleich FIFA-Interimspräsident ist, zuvor via "L'Équipe". "Wer sollte uns davon abhalten?"

Al Chalifa steht in deutlicher Kritik von Menschenrechtsorganisation. Seiner Familie wird vorgeworfen, an der Niederschlagung der Anti-Regierungsproteste in Bahrain beteiligt gewesen zu sein. Zuletzt hatte eine Vereinbarung der asiatischen Konföderation mit dem afrikanischen CAF über eine strategische Partnerschaft für Wirbel gesorgt, Prinz Ali forderte eine Untersuchung durch die FIFA-Wahlkommission.

Infantino hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche afrikanische Länder bereist und über soziale Netzwerke immer wieder Bilder bei Spielen und mit örtlichen Funktionären veröffentlicht. Zuletzt hatte seine Kampagne durch die öffentliche Unterstützung von zahlreichen Verbänden Europas neuen Schwung erhalten, am Freitag kamen Andorra, Georgien, Polen, Serbien, Spanien und Österreich hinzu. Auch die zehn südamerikanischen Verbände und die sieben FIFA-Mitglieder aus Mittelamerika wollen für ihn Stimmen. Entschieden wird die Wahl aber wie bereits häufig womöglich wieder in Afrika und Asien.

dpa

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