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Island düpiert Ronaldos Portugiesen: 1:1 zum EM-Debüt

Fußball Island düpiert Ronaldos Portugiesen: 1:1 zum EM-Debüt

Portugal agiert gegen Island klar überlegen, doch es reicht nur zu einem Remis. Bjarnason verdirbt mit dem ersten EM-Tor für den Außenseiter Superstar Ronaldo die Laune.

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Der Isländer Birkir Bjarnason (8) erzielt das Tor zum 1:1. Foto: Mast Irham

Saint-Étienne. Islands kampfstarke Fußball-Helden haben den Möchtegern-Europameistern aus Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo zum EM-Start einen mächtigen Dämpfer versetzt.

Trotz großer Überlegenheit kam der selbst ernannte Titelanwärter am Dienstagabend zum Vorrunden-Auftakt nicht über ein blamables 1:1 (1:0) gegen die spielerisch limitierten, aber enorm agilen EM-Debütanten hinaus.

Dabei lief für den dominierenden Favoriten vor 38 742 Zuschauern in Saint-Étienne zunächst alles nach Plan. Nani brachte Portugal in der 31. Minute mit dem 600. Endrundentor der EM-Geschichte verdient in Führung. Birkir Bjarnason gelang jedoch fünf Minuten nach der Pause der umjubelte Ausgleich und verdarb Ronaldo & Co. damit die Laune. Seit 2008 warten die Iberer damit weiter auf einen siegreichen Turniereinstand.

"Wir haben das Spiel kontrolliert und waren die dominante Mannschaft. Uns fehlte nur etwas Glück. Ich hoffe, das ist ein Signal für uns, damit wir in den weiteren Spielen Siege einfahren", sagte Portugals Torschütze Nani. Jubelstimmung herrschte bei den Isländern. "Unglaublich", sagte Mittelfeldspieler Aron Gunnarsson. "Wir hatten einen Plan, und der ist aufgegangen. Aber es war echt harte Arbeit, denn Portugal war sehr stark."

Für Ronaldo war dies nur ein schwacher Trost. Er hatte nur beim Anpfiff etwas zu feiern: Mit dem 127. Länderspieleinsatz schloss der Superstar vom Champions-League-Sieger Real Madrid zu Portugals Rekord-Nationalspieler Luis Figo auf.

Die Isländer dachten aber gar nicht daran, Portugals Topmann den Roten Teppich auszurollen. Mit harten, aber keineswegs unfairen Attacken nahmen sie ihn weitgehend aus dem Spiel.

Der EM-Neuling verlegte sich zwar vorwiegend auf die Defensive, schaltete Hin und Wieder aber auch den Vorwärtsgang ein. Die erste Chance des Spiels bot sich dem Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson, der in der 3. Minute an Portugal-Keeper Rui Patricio scheiterte.

Mit zunehmender Dauer übernahm der Favorit jedoch die Kontrolle auf dem Rasen. Bei einem Kopfball von Nani (21.) konnte Hannes Thor Halldorsson seinen Kasten mit etwas Glück noch sauber halten, zehn Minuten später zielte der kleine Angreifer von Fenerbahce Istanbul auf Vorarbeit von André Gomes dann besser.

Dabei war Nani erst kurzfristig für Ronaldos etatmäßigen Sturmpartner Ricardo Quaresma, der nach Oberschenkelproblemen nicht hundertprozentig fit wurde und zunächst nur auf der Bank saß, in die Startformation gerückt.

Die Führung für gut kombinierende Portugiesen war zu diesem Zeitpunkt überfällig, denn Island agierte nach dem verheißungsvollen Beginn viel zu passiv. Zudem waren die Nordlichter nicht gedankenschnell genug, um mithalten zu können. Mit dem knappen Rückstand zur Pause waren sie noch gut bedient, denn vor dem Nani-Tor hätte auch Ronaldo treffen können. Seinen Versuch parierte Halldorsson mit einem Reflex.

In seinem 15. EM-Endrundenspiel - nur Hollands Edwin van der Sar und Lilian Thuram aus Frankreich (beide 16) stehen in der Bestenliste noch vor ihm - blieb Ronaldo auch nach dem Wechsel im Abschluss glücklos. Fünf Minuten vor dem Ende vergab er per Kopf den Sieg.

Zuvor hatten die Isländer wie aus dem Nichts zugeschlagen. Bjarnason, der in der Schweiz beim FC Basel sein Geld verdient, verwandelte eine Flanke von Johann Berg Gudmundsson per Direktabnahme zum ebenso überraschenden wie umjubelten Ausgleich. Portugals Abwehr befand sich im Tiefschlaf.

Trainer Fernando Santos reagierte und brachte den Neu-Bayern Renato Sanches und eine Viertelstunde vor Schluss doch noch Quaresma. Die beste Chance zur erneuten Führung bot sich aber wieder Nani, dessen Kopfball das Ziel knapp verfehlte. Auf der Gegenseite rettete Patricio bei einem Schuss des Augsburgers Alfred Finnbogason (86.) zumindest einen Punkt.

dpa

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