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Interimscoach Southgate feiert erfolgreiches Debüt

Fußball Interimscoach Southgate feiert erfolgreiches Debüt

Ein Sprücheklopfer ist Gareth Southgate nicht. Aber vielleicht doch mehr als nur eine Notlösung für den Trainer-Posten der englischen Englands Fußball-Nationalmannschaft.

Gareth Southgate feierte bei seinem Debüt einen 2:0-Erfolg gegen Malta.

Quelle: Andy Rain

London. Mit blauem Anzug und Krawatte stand Gareth Southgate an der Außenlinie im Londoner Wembley-Stadion und wirkte wie eine Mischung aus Geschäftsmann und Diplomat.

Und fast schon diplomatisch kommentierte Englands Interimstrainer sein gelungenes Debüt. "Ich hätte mir schon einen höheren Sieg gewünscht. Ich wollte, dass mein Team angreift und sehr schönen Fußball spielt. Da ist mit Sicherheit noch Luft für Verbesserungen", sagte Southgate nach dem 2:0 (2:0) im WM-Qualifikationsspiel gegen den Fußball-Underdog Malta.

Mehr als 80 000 Fans waren zu dem ungleichen Duell gekommen und verabschieden das Team und den neuen Coach nach einem eher bescheidenen Auftritt mit freundlichem Beifall. Nicht nur äußerlich wirkte der bisherige U21-Trainer Southgate wie ein Gegenentwurf zu seinem Vorgänger Sam Allardyce. Der musste wegen eines heimlich gefilmten Gesprächs mit pikanten Aussagen nach nur einem Spiel wieder gehen. Von den keineswegs zimperlichen Medien auf der Insel wurde er als "schnodderig", "frech" und "überheblich" charakterisiert.

Von Überheblichkeit war bei Southgate nichts zu merken, eher schon bei seinen Spielern. Die schalteten nach der Pausen-Führung durch Daniel Sturridge per Kopf (29. Minute) und Dele Alli (38.) einen Gang zurück und vergaben mehrere gute Chancen. "In der zweiten Halbzeit haben einige schon an das Dienstag-Spiel in Slowenien gedacht", erklärte der Coach. Der 46-Jährige ist in Deutschland vor allem wegen seines verschossenen Elfmeters im EM-Halbfinale 1996 gegen das DFB-Team bekannt.

Ein Sieg in Slowenien würde die Aussichten auf eine längere Dienstzeit von Southgate beträchtlich erhöhen. Der frühere Nationalspieler soll das Team der Three Lions zunächst für vier Spiele bis zum Jahresende betreuen. Es wäre aber keine große Überraschung, sollte der englische Verband FA dem ehemaligen Innenverteidiger eine Festanstellung geben.

Bei den Spielern kommt der Interimsmann gut an. "Gareth ist ein fantastischer Trainer. Er weiß genau, wie ich denke und fühle", lobte Torschütze Dele Alli den Anzugträger an der Linie.

dpa

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