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IOC startet Doping-Offensive - Neue Sportarten für Tokio

Sportpolitik IOC startet Doping-Offensive - Neue Sportarten für Tokio

Das Internationale Olympische Komitee will dem Sportbetrug mit einer Anti-Doping-Offensive begegnen. Eine Maßnahme ist die Verdoppelung des Budgets für Zielkontrollen vor den Rio-Spielen. Im Fokus dabei: Kenia, Russland und Mexiko. Neue Sportarten gibt es in Tokio 2020.

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Die IOC-Spitze tagt.

Quelle: Gaetan Bally

Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiert auf die Enthüllungen über immer ausufernden Sportbetrug mit einer Anti-Doping-Offensive.

Wie das IOC nach einer Sitzung des Exekutivkomitees in Lausanne bekanntgab, wird das Budget für Doping-Tests im Vorfeld der Rio-Sommerspiele auf 500 000 Dollar verdoppelt. "Der Kampf gegen Doping hat Top-Priorität für das IOC und ihrer Null-Toleranz-Politik", hieß es in einer Erklärung.

Das Kontrollprogramm ist eine Ergänzung zu denen der internationalen Sportverbände und der Nationalen Olympischen Komitees. "Der spezielle Fokus wird auf Länder gelegt, deren Test-Programme den Standards nicht entsprechen: Kenia, Russland und Mexiko", erklärte das IOC.

Nach den erfolgten Nachtests von Proben der Sommerspiele in Peking 2008 und London 2012 arbeiten die Disziplinarkommission des IOC und die internationalen Verbände daran, schnelle Entscheidungen - einschließlich Suspendierungen nachträglich ertappter Athleten - treffen zu können. Bei den Nachtests von Proben der Spiele 2008 und 2012 wurden insgesamt 55 Athleten positiv getestet.

Nun will das IOC die Nachtests von London und Peking noch erweitern. Zusammen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur sollen gezielt Medaillengewinner der beiden Sommerspiele für zusätzliche Nachanalysen ausgewählt werden.

Bei einem Olympia-Gipfel im Oktober sollen die Anti-Doping-Maßnahmen, die für die Rio-Spiele getroffen wurden, überprüft werden. Das IOC will zudem das Projekt eines unabhängigen, weltweiten Systems von Doping-Tests vorantreiben. Es soll bis zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 etabliert werden.

Entschieden hat die IOC-Führung obendrein, dass bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio Baseball und Softball, Karate, Sportklettern, Skateboard sowie Surfen ins Wettkampfprogramm aufgenommen werden sollen. Damit wurde dem Vorschlag der Organisatoren der Tokio-Spiele entsprochen. Über die Aufnahme der fünf neuen Sportarten soll die IOC-Session Anfang August in Rio im Paket abstimmen. Die Zustimmung gilt aber als Formsache.

"Es ist ein aufregender und historischer Tag. Es ist ein fantastisches Paket", sagte IOC-Sportdirektor Kit McConnell. Die Erweiterung des Sportprogramms ist durch die von IOC-Präsident Thomas Bach initiierte Agenda 2020 möglich geworden. Die jeweiligen Olympia-Gastgeber haben seit Verabschiedung der IOC-Reform das Recht, Vorschläge für weitere Sportarten zu machen.

Bisher galt eine Beschränkung auf 28 Sommersportarten und eine Athletenzahl von 10 500. Mit der Aufnahme der neuen Sportarten würde es in Tokio 18 Medaillen-Entscheidungen mehr geben. Zusätzlich dürften damit 474 Sportler an den Start gehen. Baseball und die Frauen-Variante Softball stehen vor dem Comeback im Olympia-Programm. Von 1996 bis 2008 wurde Softball bei den Sommerspielen ausgetragen, Baseball war schon 1992 bis 2008 dabei.

Ring frei für Profiboxer heißt es bereits bei den Rio-Spielen: Wenige Stunden vor Absegnung der fünf neuen Sportarten für 2020 durch die IOC-Führung hat der olympische Box-Weltverband AIBA den Berufskämpfern eine Startchance im August in Rio eröffnet. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten 84 von 88 teilnehmenden Mitgliedsverbänden für die notwendige Regeländerung.

Allerdings bleibt wenig Zeit, um sich für die am 5. August beginnenden Rio-Spiele zu qualifizieren. "Im Moment ist es schwierig zu sagen, wie viele Profis dabei sein werden, aber es gibt einige, die sich qualifizieren wollen", sagte AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo. Aus Deutschland hat sich kein Profi gemeldet.

dpa

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