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EM-Finale kann kommen: Norwegen zieht Protest zurück

Handball EM-Finale kann kommen: Norwegen zieht Protest zurück

Norwegen hat den Protest gegen den Halbfinalsieg der deutscher Handballer zurückgezogen. Nun geht es gegen Spanien um Gold.

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Im Überschwang der Gefühle rannten nach Ansicht der Norweger zu viele deutsche Spieler bereits vor der Schlusssirene aufs Feld.

Quelle: Jens Wolf

Krakau. Norwegen hat am Samstagvormittag nach nur rund zwölf Stunden den Protest gegen den 34:33-Halbfinalsieg der deutschen Handball-Mannschaft nach Verlängerung wieder zurückgezogen. Damit steht dem großen Finale um EM-Gold am Sonntag in Krakau gegen Spanien nichts mehr im Wege.

"Ich bin froh, dass der Unsinn ein Ende hat. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch auf das Finale gegen Spanien. Deutschland wird am Sonntag wieder Handball-Leidenschaft erleben", sagte Bob Hanning, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB).

Norwegen hatte seinen Protest damit begründet, dass nach dem Treffer von Kai Häfner wenige Sekunden vor der Schlusssirene zum 34:33 zu viele Spieler - darunter zwei Torhüter - auf dem Parkett gewesen sind. Dieser Wechselfehler hätte mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet werden müssen.

"Norwegen wäre somit im Rest des Spiels mit 7:5 in Überzahl gewesen. Die Restzeit war aber nur noch fünf Sekunden. Mit anderen Worten, es war eine sehr kurze Zeit, aber ausreichend, um auszugleichen", schrieb der Verband in seiner Erklärung. Und weiter: "Trotz der guten Dokumentation hat Norwegen im Sinne des Fairplay beschlossen, seinen Protest zurückzuziehen." In einem Schreiben forderten die Norweger vom Europäischen Handball-Verband (EHF) die Regeln so anzupassen, dass ähnliche Situationen nicht mehr vorkommen.

Hanning hatte bereits am Vorabend dem norwegischen Einspruch keine Erfolgsaussichten eingeräumt. "Wir sehen dem Protest gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale", hatte der Delegationsleiter erklärt. Am Sonntag (17.30 Uhr) kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen Deutschland gegen Spanien. In der Vorrunde hatte die DHB-Auswahl in Breslau mit 29:32 verloren.

Nach dem verkrampften Auftritt seines Teams im Halbfinale versprach Bundestrainer Dagur Sigurdsson, dass seine Mannschaft im Endspiel wieder gelöster und so unbekümmert wie in den Gruppenspielen agieren wird. "Das kann ich versprechen, dass wird weg sein. Ich kenne die einfach gut genug. Und wir werden besseren Handball spielen am Sonntag", betonte der Isländer.

dpa

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